Privat
Schloss Stubenberg (Gernrode)

Neben der Stiftskirche ist das Hotel Stubenberg das zweite Wahrzeichen der Stadt Gernrode. Es thront auf dem Rand eines Plateaus des Berges mit gleichem Namen. Der Vorgängerbau war ein von Fürst Victor Friedrich von Anhalt-Bernburg errichtetes Jagd- und Lusthaus. Im Laufe der Zeit wurde dieses Gebäude zu einem Herren- und Gästehaus ausgebaut und von einem Pächter bewirtschaftet. Ab dem Jahr 1840 war der Stubenberg leicht zu erreichen, denn die Straße von Quedlinburg wurde bis in den Harz hinein verlängert.
Ab 1900 genügte das Gebäude mit seinen An- und Umbauten den Ansprüchen nicht mehr. 1914 wurde mit dem Abriss und dem Neubau begonnen, der 1915 fertiggestellt war. Er orientiert sich weitgehend an der Kubatur des Vorgängerbaues. Es handelt sich um einen verputzten Dreiflügelbau auf einem hohen Souterrain aus Granit. Die neoklassizistische innere Ausstattung ist noch in Teilen erhalten. Bis 1945 bildete das Hotel einen Mittelpunkt im gesellschaftlichen Leben des Ortes. Ende April 1945 quartierte sich ein US-amerikanischer General mit seinem Nachrichtenstab im Hotel ein. Im Juni verließen die Amerikaner gemäß dem Potsdamer Abkommen Gernrode und machten Platz für die sowjetischen Truppen. Ob diese oder die Amerikaner die Einrichtung des Hotels geplündert haben, ließ sich später nicht mehr feststellen.
Danach wurde der Stubenberg bis 1947 als Lazarett und als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Anschließend ging er in den Besitz des FDGB über und wurde bis 1990/91 als FDGB-Ferienheim benutzt. Mit der Wende hörte der FDGB auf zu existieren und das Gebäude ging an die Treuhandanstalt über. Im Jahr 1992 wurde das Heim an einen privaten Investor verkauft, der umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchführte. Der Investor geriet allerdings in finanzielle Schwierigkeiten und es sollte ein neuer Eigentümer gefunden werden. Für kurze Zeit wurde der Stubenberg als Seminarhaus benutzt. Zwischen 2004 und 2011 stand das Gebäude leer und zum Verkauf. Ein mutmaßlich durch Brandstiftung entstandenes Feuer im Jahr 2008 konnte sich aufgrund von Brandschutzmauern nicht ausbreiten und verursachte nur wenig Schaden. Seit 2011 wird das Stubenberghaus renoviert und neu eingerichtet.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.7208, 11.1369