Privatbesitz
Schloss Steinen

Erstmals erwähnt wird die frühere Burg im Jahr 1278 als das Rotenbergische Ehepaar Dietrich V und Adelheid, welche einer jüngeren Seitenlinie der freien Herren von Rötteln entstammten, die Burg und weitere Güter dem Kloster St. Blasien vermachten. Wo sich die Burgstelle befand lässt sich heute nicht zweifelsfrei klären, vermutlich auf dem Platz des heutigen Schlosses. Im Jahre 1563 wurde das damalige Wasser-Schloss von Gregorius Krafft von Dellmensingen von Grund auf erneuert, die eingemeißelte Jahreszahl 1563 über der Eingangstür und einem Fenstergewände an der Südseite zeugen von diesem Umbau. Im Jahr 1574 verkaufte er das Schloss an Wilhelm von Heidegg. Dieser trat sofort von dem Kauf zurück, als er von den massiven Schulden erfuhr die auf dem Bau lasteten. Die sich anschließenden Prozesse wurden erst 1580 durch Vergleich beendet. Zwischen 1597 und 1605 lebten auf dem Schloss verschiedene Rötteler Obervögte. Nach der Zerstörung des Schloss Rötteln 1678 zog die markgräfliche Burgvogtei nach Steinen und residierte dort für mehrere Jahre. 1697 wurde das Schloss schließlich an Friedrich de Rougemont, dem Bürgermeister von La Chaux-de-Fonds (Kanton Neuenburg, Schweiz) verkauft. Dessen Witwe Rose de Rougemont verkaufte den Besitz 1716 und das Schloss wurde in der Folge durch Pächter verwaltet.
Im November 1745 endet die eigentliche Geschichte des Schlosses: das baufällige Schlossgut zu Steinen und das umgebende Land wurden Stück für Stück vom Markgraf versteigert. Von jetzt an ist der alte Adelssitz ein Bürgerhaus: Schulmeister Ludwig Winter ersteigerte das Schloss für 1525 Pfd, den Rest erwarben 36 Einwohner. Das heutige Aussehen des Schlosses wird stark durch die Erneuerung des alten Wahrzeichens Steinens durch Wilhelm Friedrich Reinau nach 1888 bestimmt.
Das Steinener Schloss findet auch Erwähnung im Badischen Sagenbuch: Die Sage "Die Häfnetjungfrau (D'Häfnetjumpfere)" erzählt von der Hartherzigkeit und dem Hochmut früherer Schlossbesitzer.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Peter van der Wielen
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.6460, 7.7373