Schloss/BurgEhingen-Rißtissen

Stauffenberg’sches Schloss

Stauffenberg’sches Schloss

Privatbesitz

1275 erstmals als Herrensitz erwähnt. Der Vorvorgängerbau des heutigen Schlosses wurde im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört. Hans Jakob von Stauffenberg baute nach 1650 an gleicher Stelle ein einfaches rechteckiges Haus mit vier Rundtürmen. Um 1784 begann Reichsfreiherr Hugo Damian Anton Schenk von Stauffenberg, neben Rißtissen auch Herr auf Jettingen, Wilflingen, Lautlingen und Geislingen, mit dem Bau der neuen Kirche, dem Vorgängerbau des heutigen Pfarrhauses, und mit der Ausführung der heutigen Schlossanlage im Louis-seize- oder Zopfstil. Dabei wurde das nicht mehr dem Geschmack der damaligen Epoche entsprechende Haus des Hans Jakob abgerissen.

Die neue Anlage besteht aus einem rechteckigen, dreistöckigen, schlichten Hauptgebäude mit dreiachsigem, angedeutetem Mittelrisalit und ebenfalls angedeuteten einachsigen Eckrisaliten. Dadurch wird die Fassade in fünf Teile gegliedert. Die Vertikalgliederung der Hauptfassade übernehmen gequaderte Putzlisenen. Zwei spiegelbildlich zur Quermittelachse des Haupthauses angeordnete schlichte, zweistöckige Kavaliershäuser umstanden zusammen mit dem Haupthaus einen gepflasterten Ehrenhof. Heute ist der Ehrenhof durch eine Gartenanlage ersetzt. Das Allianzwappen im Tympanon, dem zentralen Giebelfeld des Haupthauses, ist das der Erbauer, des (1791 gegraften) Reichsgrafen Hugo Damian Anton Schenk von Stauffenberg und seiner Gemahlin, der Reichsgräfin Antonie von Kageneck. Gräfin Antonia war eine der für ihre Schönheit berühmten sieben Töchter des Reichsgrafen Johann Friedrich Fridolin von Kageneck aus Munzingen (heute Stadtteil von Freiburg im Breisgau). Das äußere Erscheinungsbild des Rißtisser Schlosses ist bei aller Verschiedenheit der inneren Struktur äußerlich klar von dem eine Generation älteren Kageneck’schen Schloss in Munzingen beeinflusst. Gräfin Antonias ältere Schwester, Gräfin Beatrix von Kageneck, war die Mutter des bedeutenden österreichischen Staatskanzlers Fürst von Metternich, der sich des Öfteren zu Besuch bei seinen Stauffenberg Vettern in Rißtissen aufhielt. Der Tympanon des Mittelrisalits der Rückfront des Haupthauses zeigt die Initialen der Namen der Erbauer in Form einer Zopfgirlande.

Du möchtest mehr über dieses Objekt erfahren?

Die vollständige Beschreibung gibt es mit Premium — dazu Offline-Pakete, Audio-Guide und hochauflösende Bilder.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Schon Premium und trotzdem gesperrt?

Die Anmeldung gilt je Adresse. Auf mobilegeschichte.de musst du dich einmal separat anmelden — dein Premium gilt dann auch hier.

Anmelden →

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/bawue/schloesser/albdonau12.html

Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.

Lage: 48.2668, 9.8302