Privatbesitz
Schloss St. Georgen

Der einstige Wehrbau befand sich ursprünglich im Besitz der Grafen von Berngau, die im 12. Jahrhundert von den Grafen von Plain beerbt wurden. Sie ließen St. Georgen von Burggrafen verwalten, die sich bald nach der Burg nannten. 1147 wird erstmals ein Rutpertus de sancto Georgio genannt.
Nach dem Aussterben der Plainer Grafen fiel die Herrschaft an den damaligen Landesfürsten König Ottokar. Er ließ sie weiterhin von Burggrafen betreuen. 1340 verzichtete der Bischof von Seckau auf seine Herrschaft Wachsenegg, wofür er vom Landesfürsten St. Georgen erhielt. Beim Ungarneinfall von 1479 übergab der Bischof die Burg den Truppen des ungarischen Königs Mathias Corvinus. Hierauf wurde sie von einem Feldhauptmann Kaiser Friedrichs III, erobert und geplündert.
Danach besetzten sie die Ungarn neuerlich. 1482 gab Kaiser Maximilian I das wieder gewonnene St. Georgen dem Bistum Seckau zurück. 1555 kaufte Andree von Glojach Burg und Herrschaft. Auf ihn und seine Nachfolger geht der Renaissanceumbau zurück. 1753 mussten die Glojach den Besitz an Joseph Dominikus Frei- und Panierherr von Egkh-Hungerspach verkaufen. Dieser wohnte aber kaum hier und verpachtete das Gut. 1814 ging das Schloss an den Amtmann Franz Xaver Mihurko über. Auf ihn folgte Anton Graf Attems, dann Adelheid Gräfin Kottulinsky und 1859 Karl Freiherr von Binder-Krieglstein. 1876 wurde der südwestliche Schlossteil abgerissen. Zu den weiteren Besitzern zählten Graf Finck von Finckenburg (1917) und der Dichter Paul Ernst (1925).
Da Ernst aus dem Harz stammte, wurde das Schloss als Deutsches Eigentum 1945 konfisziert, aber 1958 der Schwiegertochter des Dichters wieder rückgestellt. 1981 erwarb die Familie Reinisch das bereits stark vernachlässigte Schloss und ließ es in den folgenden Jahren renovieren. Es gehört ihr noch heute. Seit Jahren ist hier eine Schule zur Ausbildung von Heilmasseuren untergebracht.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at
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Lage: 46.8762, 15.5786