Privatbesitz
Schloss Sinning

Das Schloss Sinning ist ein Barockschloss in der Gemeinde Oberhausen, rund zehn Kilometer südwestlich von Neuburg an der Donau gelegen.
Das dreigeschossige Schloss wurde um 1660 am Rande eines Ausläufers des Donaumosses, wo wahrscheinlich noch die Ruinen einer alten Wasserburg standen, von Franz Freiherr von Giese im Renaissancestil erbaut. Als die von Giese im Mannesmann ausgestorben waren, übernahm 1721 Freiherr Wilhelm Adam von Weveld für 9.750 Gulden das Schloss, das er 1727 im Norden und Osten um eine zweigeschossige barocke Flügelanlage im französischen Stil erweiterte. 1830 richtete Johann Baptist Freiherr von Weveld, seit 1807 Verwalter des Zwangsarbeiterhauses in der München-Au, auf den Gütern um das Schloss eine Ziegelei, eine Gärtnerei sowie ein Bräuhaus ein und wandelte damit die Anlage in einen industriellen Landwirtschaftsbetrieb um. Dadurch wurde der Freiherr, der auch junge Landwirte ausbildete, zum größten Arbeitgeber im gesamten Umkreis. Im Zuge des Schwarzen Freitags 1929 geriet die Familie von Weveld in finanzielle Schwierigkeiten. Durch das nationalsozialistische Regime wurde Heribert Freiherr von Weveld zur Zwangsentschuldung durch Verkauf des sogenannten Weveldhauses in Neuburg an der Donau getrieben.
Das Schloss ist noch heute in Familienbesitz. Man bietet neben Konzerten und anderen Veranstaltungen auch Schlossführungen an und nutzt die große Parkanlage für Mittelaltermärkte.
Baubeschreibung+
Das Schloss verfügt über einen Rittersaal mit Stuckarbeiten im Régencestil. Bei seiner Errichtung wurde zudem ein aufwendiger Barockgarten angelegt. Über dem Schlossportal befindet sich das aufwändig barockisierte Allianzwappen derer von Weveld und Biedenfeld.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: hubi1802
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.6902, 11.1108