Privatbesitz
Kulturelle Veranstaltungen
Schloss Seehaus
Ein Schloss wird erstmals um 1300 als "Hauss ym See" in der Mitte eines grossen Teiches auf einer Insel erwähnt. Das Schloss wurde 1525 im Bauernkrieg und 1552 im Zweiten Markgrafenkrieg zerstört. 1553 erfolgte der Wiederaufbau im Stil der Renaissance unter Graf Georg Ludwig von Seinsheim. Im dreißigjährigen Krieg wird das Schloss durch die Schweden zerstört. 1655 wechselte der Besitz an die Grafen von Schwarzenberg, welche das Schloss wieder aufbauten. 1780 erfolgte ein weiterer Neubau des Schlosses und der beiden Seitenflügel. Eine typisch barocke dreiflügelige Anlage, welche zu Verwaltungszwecke diente. So wurde hier etwa der "Zehnt" von Schwarzenbergs Lehen eingetrieben und aufbewahrt. Auch gab es hier die Schwarzenbergsche Gerichtsbarkeit in Form von Haftzellen und kleinem Verhandlungssaal. Der fürstliche Stammsitz Schloss Schwarzenberg liegt ertwa zehn Kilometer entfernt in Scheinfeld.
Der See, der das wehrhafte Schloss ehemals umgab, wurde mit der Errichtung des jetzigen Gebäudes um 1800 trockengelegt und zu Weideland umgewandelt. Die ehemaligen Festungsgräben sind inzwischen bewaldet und kaum noch erkennbar. Dennoch kann man bei genauerem Hinsehen die Anlage des ehemaligen Vorgängerbaus der Renaissance noch erahnen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde im Zuge der Gebietsreform 1947 ein Drittel vom Grundbesitz zu Gunsten von Flüchtlingen und Neusiedlern abgetreten. Die Schwarzenbergs trennten sich u.A. von Schloss Seehaus mit den angrenzenden Gutshöfen. Das Schloss diente in der Nachkriegszeit bisweilen als Flüchtlingslager und wechselte mehrfach den Besitzer.
1971 erwarben Günter und Ingeborg Kobow aus Berlin das Gebäude und renovierten es. Sie nutzten es ausschließlich privat als Zweitwohnsitz und veranstalteten mit ihrem großen Freundeskreis unzählige Feste und Konzerte. Um den ganzen Besuch auch unterbringen zu können, wurden viele Gästezimmer eingebaut.
Im Jahre 1998 ging das Schloss an Ingrid Laux (geb. Kobow), Jochen Kobow und Jan Kobow. Nach Jochen Kobows Tod im Jahre 2001 trennten sich seine Erben von ihrem Anteil zugunsten von Ingrid Laux und Jan Kobow, die Seehaus nach und nach einer begrenzten öffentlichen Nutzung zuführten.
Seit 2001 finden in Seehaus öffentliche Konzerte statt. Es wird in privatem Rahmen für Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Taufen, Konzerte und Bälle genutzt. Auch Orchester und Chöre proben in Seehaus und nehmen in der akustisch hervorragenden Kapelle CDs auf. So hat der Bayerische Rundfunk auch schon in der Kapelle produziert.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mobile Geschichte
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.5883, 10.3614