Privatbesitz
Schloss Schwedesdorf
Bereits 1377 wurde die weiße Linie des Adelsgeschlechts Münchhausen von den Schaumburger Grafen mit dem halben Zehnten zu Schwedesdorf belehnt, zeitgleich mit drei Höfen in Apelern. Dieses freie Burglehn in der Vorburg zu Lauenau diente, wie bei anderen Burgmannen auf dem Amtsschloss auch, zu ihrer Versorgung. 1594 teilten sich drei Brüder das Erbe auf: Claus erhielt Apelern und Nienfeld, Otto Lauenau und Ludolf das von der Mutter Heilwig Büschen herrührende Erbe in Hessisch Oldendorf und Remeringhausen.
Otto von Münchhausen, seit 1583 Drost auf dem Amtsschloss Lauenau, begann 1596 mit der Errichtung eines eigenen Schlosses Schwedesdorf in unmittelbarer Nachbarschaft. Als Baumeister gilt der Hamelner Johann Hundertossen, der ab 1603 auch das Schloss Bevern für einen Vetter aus der schwarzen Linie, Statius von Münchhausen, errichten sollte. Im Jahr 1600 wurde der Bau fertiggestellt, seitdem ziert die Inschrift „Otto von Munnichhusen, Anno domini 1600“ einen Wappenstein. Einige Jahre später entstand ein sechseckiger Treppenturm. (1892 wurden Erker und Giebel angepasst und mit einer steinernen Inschrift versehen, die auch im Familienwappen der Münchhausens zu finden ist: „Mine Borg is God.“) Otto konnte sich seines neuen Hauses jedoch nicht lange erfreuen, denn bereits 1601 starb er an einer Duellwunde, die er sich bei einer Hochzeit zugezogen hatte.
In neuerer Zeit diente das Schloss Schwedesdorf als Alterssitz von Annemarie und Adelbert Hubertus von Münchhausen, die von ihrem Gut Groß Vahlberg bei Wolfenbüttel nach Lauenau übersiedelten.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.2750, 9.3663