SchlossDitzingen-Schöckingen

Schloss Schöckingen

Schloss Schöckingen

Privat
Kulturelle Veranstaltungen


Das Schloss Schöckingen ist eine Schlossanlage im Ditzinger Ortsteil Schöckingen im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg etwa 20 Kilometer nordwestlich von Stuttgart.

Bestehend aus Gebäuden des 15. bis 18. Jahrhunderts, die durch die Freiherren von Gaisberg-Schöckingen errichtet wurden, befindet sich die Anlage heute in Privatbesitz und kann in der Regel nicht besichtigt werden. Als Veranstaltungsort und Kongresszentrum ist sie allerdings gelegentlich der Öffentlichkeit zugänglich. 

Die burgartige Schlossanlage liegt im historischen Ortskern von Schöckingen und nimmt dabei eine Grundstücksfläche von etwa 20.000 m² ein. Sie besteht aus dem sogenannten Neuen Schloss, einem mehrteiligen Gebäudeensemble an der nordöstlichen Seite der Schöckinger Schlossstraße sowie einem nahe gelegenen Hinteres Schloss genannten Bau, der an der südwestlichen Seite der Schillerstraße steht. Dem Neuen Schloss schließt sich im Norden und Osten ein weitläufiger Landschaftspark mit kleinen Teichen und einer Wasserfontaine an.

Das Gebäudeensemble umschließt einen polygonalen Innenhof und ist zum Teil noch von Wassergräben umgeben. Zugang zum Hof gewährt das dreigeschossige Torhaus mit Obergeschossen aus Fachwerk, die von einem Krüppelwalmdach abgeschlossen sind. Aus dem 15. Jahrhundert stammend, gehört es zur ältesten Bausubstanz der Anlage. Seine spitzbogige Tordurchfahrt stammt aus der Spätgotik und ist mit dem Jahr 1430 datiert. Am Bau angebrachte Steintafeln zeigen die Wappen des Hans von Nippenburg, genannt Schlegel, und seiner Frau Margarete von Heimerdingen.

Dem Torbau schließt sich südwestlich das Haupthaus des Schlosses mit Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert an. Der dreigeschossige Fachwerkbau erhebt sich auf rechteckigem Grundriss und ist weiß verputzt. Sein ziegelgedecktes, rotes Walmdach wird von zwei Wetterfahnen bekrönt. An der nordwestlichen Ecke besitzt das Haus einen kleinen fünfseitigen, auf hohem Sockelgeschoss stehenden Anbau mit flacher Haube. Am Sockel findet sich das Allianzwappen Friedrichs von Gaisberg-Schöckingen und seiner Ehefrau Ottilie von und zu der Tann-Rathsamhausen.

Die östliche Seite des Innenhofs wird von ehemaligen Wirtschaftsgebäuden begrenzt. Der langgestreckte Ostbau besitzt zwei bemerkenswerte Giebel. Der nordöstliche von ihnen ist mit Maßwerk-Reliefs verziert, während der südwestliche Schweifgiebel aus der Zeit der Renaissance Lisenen als dekorative Elemente aufweist. Nordwestlich schließt sich dem Gebäude der sogenannte Hintere Kelter aus dem Jahr 1763 an.

Zwischen Haupthaus und Wirtschaftsgebäuden befindet sich das Maierhaus, ein freistehendes, verputztes Fachwerkgebäude mit zwei Geschossen.

Heutige Nutzung+

Neben der privaten Nutzung als Wohnsitz dienen die Gebäude als Veranstaltungsort und Kongresszentrum. Außerdem ist das Neue Schloss Sitz der von Osterwald mitgegründeten „Stiftung Internationaler Kulturdialog“, die auch vom spanischen König Juan Carlos unterstützt wird. Dessen Besuch auf Schloss Schöckingen anlässlich eines Empfangs mit bedeutenden Vertretern aus Wirtschaft und Politik im Februar 2006 fand in der Presse besondere Beachtung.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Sch%C3%B6ckingen_Schlo%C3%9F.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.8462, 9.0296