SchlossRösberg

Schloss Rösberg

Schloss Rösberg

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Alte Burg und neues Schloss

Die Burg Rösberg war Sitz der ältesten Dynasten auf den Hängen des Vorgebirges. In der Geschichte der Burg waren Zerstörung und Aufbau einander gefolgt. So war die alte neben der Kirche in der Dorfmitte stehende Burg der Neuenahrer auch zur Mitte des 17. Jahrhunderts in verwüstetem ruinösem Zustand. Ferdinand von Weichs erbaute zunächst ein neues Bürghaus an der Kirche, und der Freiherr Ferdinand Joseph von Weichs entschloss sich zum Bau eines prachtvollen außerhalb der Ortschaft gelegenen Schlosses. Das unter Verwendung von Materialien der alten Burg errichtete neue Gebäude entstand nördlich von Rösberg und wurde 1731 fertig gestellt.

Beschreibung

Schloss Rösberg war nun eine Anlage mit freiliegendem Herrenhaus, dem eine breite Terrasse vorgelagert war. Es wurde von symmetrisch angeordneten Wirtschaftsgebäuden flankiert, die wie zunächst auch das Herrenhaus zweigeschossig errichtet worden waren. Sie wurden durch einfache Lisenen gegliedert und waren aber wie das Herrenhaus durch gebrochene Dächer verziert.

Alle Gebäude waren aus Backsteinmauerwerk errichtet worden, wobei das Herrenhaus seine Gliederung durch Haustein erhielt. Seine Ecken waren gerundet, und einfache Lisenen sowie horizontal geführte Bänder gliederten die Wandflächen. Das Herrenhaus erhielt zu Hofseite einen auflockernden Risalit und zur Terrasse hin einen dreiseitigen Ausbau. Das Hausinnere hatte in der Mittelachse eine große Halle, der sich zur Linken eine aufsteigende Freitreppe anschloss. Sie mündete im Obergeschoss in einem großen sechsseitigen Saal, der sich in den weiteren Etagen wiederholte. Im obersten Geschoss befand sich ein mit Louis-seize Schränken ausgestatteter Bibliothekssaal.

An der westlichen Frontseite waren gekrönte Pfeiler aus Haustein errichtet worden, zwischen denen ein mächtiges schmiedeeisernes Gittertor den Hauptzugang der Anlage bildete. Die Schmiedearbeit verzierte das Tor mit dem Allianzwappen der von Weichs sowie dem der von Velbrück zu Garath.

Ende der Herrschaft Rösberg

Mit der Besetzung und der Einverleibung des Rheinlandes während der Franzosenzeit änderten sich in dem nun zum Kanton Brühl gehörenden Rösberg die Rechtsverhältnisse. Die Burgherren behielten zwar ihren Besitz, die Lehnsherrschaft mit ihren sonstigen Privilegien war jedoch endgültig verloren. Die von Weichs konnten nach der französischen Herrschaft wieder uneingeschränkt über ihr repräsentatives Anwesen verfügen. Das mit Blick in das Rheintal zunächst zweigeschossig erbaute Herrenhaus wurde nach einem Brand im Jahr 1833 um ein Stockwerk erhöht.

Ende der von Weichs zu Rösberg

In der Kapelle neben dem alten Friedhof sind die Burgherren begraben. Auch die Freiherrn von Weichs wurden dort bis 1859 bestattet. Seitdem ist die Grablege auf dem alten Friedhof um die Kirche.

Der letzte der Weichs war Maximilian Maria Joseph Karl Gabriel Lamoral Reichsfreiherr von und zu Weichs an der Glon (* 12. November 1881 in Dessau; † 27. September 1954 auf Schloss Rösberg).

Rösberg nach dem Zweiten Weltkrieg+

Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss in der Nacht zum 27. Februar 1941 durch englische Phosphorbomben bis auf die Außenmauern zerstört. Das Mobiliar und viele Kunstschätze gingen verloren. Das Schloss konnte aber wieder aufgebaut werden.

Als Erbe des Freiherrn von und zu Weichs verkaufte Prinz zu Sayn-Wittgenstein in den 1990er Jahren den Baukomplex, und es entstanden nach einer umfassenden Restaurierung und Umbau der Wirtschaftsgebäude private Eigentumswohnungen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7691, 6.9151