SchlossBad Bellingen - Rheinweiler

Schloss Rheinweiler

Schloss Rheinweiler

Pflegeheim

Der Ritter Hans Ludemann von Rotberg kauft am 24.04.1417 mit lehnsrechtlicher Bewilligung des Kaisers u. a. Burg (Schloss) und Burgstall zu Rheinweiler mit Äckern, Matten, Reben, anderen zugehörigen Rechten und Lehen vom Probst des Klosters St. Alban zu Basel. Sie bestand damals aus Wohnhaus, Kapelle, Wirtschaftsgebäude, Kraut und Baumgarten und war mit Mauer und Graben umgeben. Die Mauerreste, die noch heute hinter dem Gasthaus zum "Sternen" zu sehen sind, dürften zu den Grundmauern dieser Burg (Schloss) gehört haben.

Das Schloss soll 365 Fenster gehabt haben. Es wird 1676 von den Franzosen niedergebrannt und zerstört. Das abgebrannte Schloss wird 1685 aufgeteilt auf Bernhard von Rotberg einerseits und Georg (Johann) Jakob Christoph von Rotberg sowie seine Brüder Ernst Friedrich und Franz Daniel von Rotberg anderseits.

1715 wurde an der Stelle des alten Schlosses nebeneinander zwei einfache Gebäude errichtet. Durch Verheerungen und Einquartierungen im Zusammenhang mit den Feldzügen Napoleons 1. war das Schlossgut Rheinweiler zu Beginn des 19. Jahrhunderts außerordentlich verschuldet. Die Not wurde zur kaum noch tragbaren Last als 1813 der Schloss- und Grundherr, Freiherr Friedrich August von Rotberg starb und seine Gemahlin, Freiin Pauline Waldner von Freundstein, mit neun Kindern allein um den Erhalt des Familienbesitzes kämpfen musste. Die Rettung kam durch die Heirat des Generals Graf Johann von Rapp am 12. Jan. 1816 mit der Tochter des 1813 verstorbenen Schlossherrn, der Baroness Albertine Charlotte von Rotberg. General Graf Johann von Rapp übernahm am 9. Aug. 1817 für 121.165 frcs das Schlossgut und rettete es für den Familienbesitz. 1908 werden die beiden getrennt stehenden Gebäude durch den "runden" Zwischenbau miteinander verbunden.

Der Landkreis Lörrach erwirbt das Schloss 24. Apr. 1928 und baut es zu einem Altersheim um. 1939 geht die Trägerschaft des Heimes auf den Landkreis Müllheim über. Das Kreisaltersheim erwirbt 1940 einen landwirtschaftlichen Betrieb. Aufgrund der Kampfhandlungen muß das Heim evakuiert werden. Das Schloss erleidet durch Artilleriebeschuss schwere Schäden. Anfang 1944 kehren die der Heimbewohner zurück und mussten im November 1944 erneut evakuiert werden. 1945 kehrten die Heimbewohner wieder zurück.

1951 wurden das Dach und die Außenfassade erneuert und das zerstörte Nebengebäude wurde wieder aufgebaut. 1955 musste der landwirtschaftliche Betrieb wieder verkauft werden, da die Kosten für die Bewirtschaftung in keinem Verhältnis zum Ertrag standen. Ab 1965 wurden dann systematische die Innenräume erneuert. Im Zuge der Kreisreform im Januar 1973 fällt das Heim wieder dem Landkreis Lörrach zu.

Von 1974-78 wurde das Schloss grundlegend saniert. Zum 1.1.1998 werden die Pflegeheime des Landkreises Lörrach in Weil am Rhein, Wiechs und Rheinweiler werden als Eigenbetrieb Pflegeheime des Landkreises Lörrach organisiert. Im Oktober 1998 bis Dezember 1999 erfolgt ein weiterer Umbau des Pflegeheims und nimmt am 5. Februar 2000 seinen normalen Betrieb wieder auf.

Heute verfügt das Pflegeheim Schloß Rheinweiler über 45 Einzelzimmer sowie 6 Doppelzimmer, eine Erweiterung auf 68 Pflegeplätze ist in Planung. Als zusätzliche Leistungen werden die Tagespflege, der Ambulante Dienst sowie Essen auf Rädern angeboten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Schloss_Rheinweiler_1.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.7107, 7.5324