Schloss/BurgHaiming - Piesing

Schloss Piesing

Schloss Piesing

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Das Schloss Piesing liegt im Gemeindeteil Piesing der Gemeinde Haiming im Landkreis Altötting von Bayern (Piesing 1).

Geschichte+

Piesing wurde als echter „-ing“-Ort zwischen 520 und 700 als Niederlassung eines Puso gegründet. Erst im 13. Jahrhundert liegen Urkunden vor, in denen sich ein vermutliches Ministerialengeschlecht des Klosters Raitenhaslach nach Piesing nennen. Ein Konrad von Bvehsingen wird 1253 in einer Traditionsurkunde des Klosters als Zeuge bei der Übergabe eines Gutes genannt, in der Raitenhaslacher Excerpta Genealogica von 1268 sind die Brüder Heinrich und Wiching de Puhsingen (später auch Puchsinger genannt) erwähnt. Auch ein Ulschalich von Puesing ist 1309 in einer Raitenhaslacher Urkunde als Zeuge wegen eines Streites des Abtes von Raitenhaslach gegen Ortlieb von Wald genannt. 1350 ist eine ganze in Piesing ansässige Familie angeführt (Konrad von Piesing mit Frau und Söhnen Hans Stephan und Andree). Um 1420 wird ein Hans Püsinger als der auf dem Gut Piesing sitzende Bauer genannt. Dieser verkaufte seinen Besitz 1489 an Hans Offenhaimer, Rentmeister und Landschreiber zu Burghausen. Eine seit 1497 auf dem Piesinger Hof zu Erbrecht nachweisbare Familie eines Leonhart Steppuecher nannte sich dann in Piesinger um. Die Offenhaimer hatten Piesing zwischen 1489 und 1571 inne. Unter ihnen erfolgte der Aufstieg von Piesing zu einem Edelsitz und schließlich zur Hofmark. Kaspar Offenhaimer, seit 1512 Herr auf Piesing, erhält am 31. Juli 1536 von den Herzögen Wilhelm und Ludwig als Lohn für seine Dienste als Pfleger von Wildshut und als Kastener von Burghausen die Edelmannsfreiheit und am 4. Dezember 1541 die Hofmarkgerechtigkeit für seinen Sitz zu Piesing. Caspar Offenhaimer erwirbt noch zahlreiche weitere Güter und erhält auch das Recht, in seiner Hofmark einen Markt abzuhalten. Sein Lieblingsaufenthaltsort war in seiner Herrschaft Seibersdorf das dortige Schloss Seibersdorf, wo er nach seinem Tod († 1550) auch seine Grablege erhielt. Sein Nachfolger Onophrius Offenhaimer starb bereits ein Jahr später unter Hinterlassung der drei unmündigen Kindern Hans Christoph, Josua und Margaret. 1555 erfolgte eine endgültige Erbteilung, bei der die Kinder des Onophrius u. a. Piesing zugesprochen bekamen. Eustachius, der Bruder des Onophrius, erhielt Herrschaft und Burg Guteneck und der weitere Bruder Hans die Herrschaft Seibersdorf. Nach dem Tod von Hans Christoph und Josua erbt Margaret 1571 Piesing. Sie war mit Konrad von Schwapbach verheiratet und nachdem die Ehe kinderlos blieb, ging Piesing 1571–1695 an die Schwapbacher. Konrad von Schwapbach, Mautner von Obernberg am Inn verstarb 1592, ihm folgte sein Sohn Hans Sigwart auf Piesing nach, 1616 dann sein jüngerer Bruder Julius Rudolf von Schwapbach, verheiratet mit Veronika, der Tochter des Rentmeisters Philipp Sickenhausen. Nach seinem Tod († 1671) blieb seine Witwe auf Piesing und konnte den Besitz durch den Ankauf der Hofmark Rotenbergham noch erweitern. Piesing ging dann an Julius Franz und Philipp Reichard, die letzten Söhne des Konrad von Schwapbach.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Von luckyprof - Selbst fotografiert, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34499156

Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.

Lage: 48.2069, 12.8601