SchlossPersenbeug-Gottsdorf

Schloss Persenbeug

Schloss Persenbeug

Privatbesitz

Als Vorläufer des heutigen Schlosses befand sich hier bereits im 10. Jahrhundert eine vermutlich hölzerne Burg. Sie wurde wahrscheinlich um 950 von Graf Sieghart von Sempt und Ebersberg als Stützpunkt gegen die Ungarn errichtet oder zumindest neu befestigt. Sein Gefolgsmann Otker de Persinpiugin wird um 970 als Burggraf genannt.

Den Grafen Sempt-Ebersberg gehörte die Grafschaft bis zu ihrem Aussterben 1045. Im gleichen Jahr wurde der Neffe der Gräfin Richlinde, die Witwe des Adalbero III von Semt-Ebersberg, Welf III, mit Burg und Herrschaft belehnt. Nach dessen 1055 erfolgtem Ableben wurde beides vom Kaiser eingezogen und in der Folge meist gemeinsam mit der Maut in Ybbs als Lehen vergeben.

Bis ins 14. Jahrhundert hinein besaßen dieses die Äbte von Ebersberg, gaben es aber als Afterlehen weiter. Zu ihren Lehensnehmern zählten auch die Babenberger, die wieder Burggrafen mit der Verwaltung betrauten. Von 1301 bis 1364 hatte Agnes, die Tochter König Albrechts I, die Herrschaft inne. Damals war die Burg bereits landesfürstlich und von einem Lehen Ebersbergs keine Rede mehr. 1430 richteten die Hussiten schwere Schäden an. 1432 erhielt Elisabeth, die Gattin Albrechts V, die Herrschaft als Morgengabe. Georg von Säusenegg bekam sie 1450 als Pfandobjekt. Später wurden vorwiegend Pfleger eingesetzt. 1538 war Persenbeug an Wilhelm von Rogendorf verpfändet, der größere Bauarbeiten an der Burg vornehmen ließ. Kaiser Rudolf II verkaufte 1593 Schloss und Herrschaft dem Freiherrn Ferdinand Albrecht von Hoyos als freies Eigen.

Während des Bauernkrieges von 1597 hielten Aufständische unter der Führung des Schusters von Emmersberg die Burg fünf Wochen lang besetzt. Mit der Erbauung der Schlosskapelle begann Ferdinand Albrecht 1609 den großen Umbau des Schlosses, der weitgehend einem Neubau gleichkam. Seine Witwe Regina setzte die Arbeiten 1617 fort und Adam Eusebius Graf Hoyos beendete sie 1621. Damals erhielt Persenbeug sein heutiges Aussehen. 1619 ließen die protestantischen oberösterreichischen Stände das Schloss vorübergehend besetzen. Die Hoyos besaßen die Herrschaft bis 1800. Nachdem Graf Leopold 1796 verstorben war, verkauften seine Töchter den Besitz an Kaiser Franz II. Nach dessen Tod ging es in den Besitz seiner Gattin, Kaiserin Caroline Auguste über, die es ihrem Enkel, Erzherzog Carl Ludwig vermachte. Dieser schenkte Persenbeug seinem Sohn Erzherzog Otto. Dieser verkaufte Persenbeug 1896 an Kaiser Franz Joseph.

Nach dem Ende der Monarchie blieb es im Besitz seiner Tochter Marie Valerie. Schloss und Gutsbesitz sind noch heute im Besitz ihrer Nachkommen, der Familien Habsburg-Lothringen und Waldburg-Zeil. Das Schloss ist bewohnt und Sitz der Güterverwaltung.

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SchlossPersenbeug.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.1900, 15.0751