SchlossRheinberg-Ossenberg

Schloss Ossenberg

Schloss Ossenberg

Privatbesitz
Pension

Von dem ursprünglichen Schlossgebäude, das einen wehrhaften oder auch burgartigen Charakter gehabt haben soll, ist nichts mehr erhalten, sogar seine Position innerhalb des rechteckigen Schlossareals ist nicht mehr bekannt. Es wurde in den 1720er Jahren von seinem damaligen Besitzer, dem Grafen Truchseß von Waldburg, durch einen Neubau ersetzt. Die umfangreiche Anlage mit dem neu errichteten Herrenhaus im Rokokostil, den Wirtschaftsgebäuden und den Umfassungsmauern bildet ein großes Quadrat mit vierseitigen dreistöckigen Türmen an den Ecken, an das sich im Süden ein ummauerter Garten anschließt. Der Hofeingang führt durch einen bewohnbaren Torturm, der sich in der Mitte der Westfront befindet. Das an der Nordseite des Areals stehende Herrenhaus ist ein gestreckter zweistöckiger Bau mit einem Rokokoportal, darüber ein mit einem Giebel gekrönter Risalit. Ursprünglich lag der Haupteingang zum Herrenhaus auf der Nord- und Außenseite des Gebäudes, wo sich ebenfalls ein Rokokoportal mit Nischen für die Wachen befindet. Allerdings wurde in den letzten Jahrzehnten ausschließlich das hofseitige Portal als Eingang genutzt. Das Herrenhaus, das in seinem Inneren prachtvolle Räume aufwies, wurde bei einem Fliegerangriff am 26. März 1942 stark beschädigt, wobei der linke Flügel mit seiner wertvollen Rokoko-Inneneinrichtung vollständig zerstört wurde und das darin befindliche Archiv verloren ging. Nach dem Krieg wurde der linke Flügel und das Küchengebäude durch Clemens Graf Berghe von Trips wiedererrichtet und einige Teile des Schlosses restauriert.

In dem noch erhaltenen Teil befinden sich zwei Räume im Rokokostil, deren Schäden in jüngster Zeit ausgebessert wurden. Der größere Raum, ein Saal, ist durch seine Stuckarbeiten und Malereien eine Sehenswürdigkeit. Die Deckengemälde zeigen in den Ecken des Saales die symbolischen Darstellungen der damals bekannten vier Erdteile, zwischen diesen die vier Jahreszeiten und in der Mitte der Decke um den Kronleuchter die vier Elemente. Die Erhaltung des Saales ist um so mehr von Bedeutung, da er wohl der einzige in dieser Art am unteren linken Niederrhein ist.

Zwischen 1988 und 2004 wurden am Schloss Ossenberg und seinen Nebengebäuden viele Renovierungsmaßnahmen durchgeführt. Als bisher letzte wurden in den Jahren 2002-2004 im Rahmen eines EUREGIO-Projektes der rechte Flügel und die ehemaligen Gäste- und Gesindezimmer wieder instandgesetzt. Seither steht dieser Teil des Schlosses Übernachtungsgästen zur Verfügung. Die gegenwärtige Größe des zum Schloss gehörenden Gutes beträgt noch etwa 350 Morgen (90 Hektar).

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.zeche.org/

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.5728, 6.5824