Cabrini-Heim für Kinder und Jugendliche
Schloss Offenstetten
Der Ort war einst Sitz einer eigenständigen Hofmark mit Schloss, welche sich über 400 Jahre im Besitz der Herren von Offenstetten befand. Urkundlich traten diese erstmals im 11. Jahrhundert im Zusammenhang mit Schenkungen des Aribo, Herr in „Ouanstetten“, an das Kloster Weltenburg in Erscheinung. In Urkunden des Hochstifts Freising aus der Zeit von 1078 bis 1098 wird ein in Offenstetten beheimateter Ritter „Waltkun“ bzw. „Walchun“, als Zeuge erwährt. Der letzte „Ofenstätter“ war der 1480 verstorbene Degenhart, Ritter und Pfleger zu Leonberg, dessen Erben 1497 Schloss mit Gütern an die Gebrüder Hans und Wolfgang Preysing zu Kopfsberg verkauften.
Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, dem das Dorf und ein Großteil der Bevölkerung zum Opfer fielen, erwarb Amandus Aicher, Bürgermeister von Landshut die weitgehend zerstörte Hofmark. Im ausgehenden 17. Jahrhundert veräußerte er sie an die Familie Froenau weiter. Georg Caspar Emmanuel von Froenau sorgte für den Wiederaufbau von Schloss und Kirche sowie der Erneuerung der Infrastruktur des Orts. Er wird daher als zweiter Gründer Offenstettens bezeichnet.
1750 gelangte der Besitz für 140 Jahre an die Familie Kreittmayr, als Maria Romana Franziska von Froenau den berühmten Staatskanzler Alois Wigileus Freiherr von Kreittmayr, dem Verfasser des ersten bayerischen Gesetzbuches heiratete. Freiherr von Kreittmayr liegt in der Familiengruft zu Offenstetten begraben. Nach verschiedenen weiteren Eigentümerwechsel erwarb 1939 Botschaftsrat Oskar Schlitter, von 1964 bis 1969 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Griechenland Schloss und Gut Offenstetten. Frau Daisy Schlitter gründete im Schloss nach Ende des 2. Weltkriegs zusammen mit Prälat Michael Thaller, dem Direktor der katholischen Jugendfürsorge in Regensburg, ein Flüchtlingskinderheim, das nach der ersten amerikanischen Heiligen „Cabrini-Heim“ benannt wurde. Das „Cabrini-Heim“, immer noch im Schloss ansässig, betreut nun Kinder und Jugendliche, mit einem heil- und sonderpädagogischen Förderbedarf.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.8037, 11.9064