SchlossOberstadion

Schloss Oberstadion

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Privatbesitz

Die Ortsgeschichte Oberstadions ist eng mit den Herren von Stadion - seit 1711 Grafen von Stadion - verbunden. Das alte Adelsgeschlecht stammt ursprünglich aus dem Prätigau (Schweiz). Bereits 1080 turnierte ein Ritter von Stadion in Augsburg. 1270 wird ein Walter von Stadion in einer Urkunde in Oberstadion erwähnt.

Eytel von Stadion verkaufte seinen Besitz an reiche Patrizier nach Biberach. Hans von Stadion – der Reiche – kaufte es 1452 wieder zurück. Nach dessen Tod übernahm Wilhelm, sein Neffe, den Sitz in Oberstadion. Dieser zog 19 Monate lang mit Graf Eberhard im Bart ins Heilige Land und war auch bei der Universitätsgründung 1477 in Tübingen als Mitberater tätig. Er ist der Erbauer des 1. Schlosses 1465-68, der spätgotischen Kirche 1469-83 und des Pfarrhofes. 1475 erwarb er vom Kaiser das Marktrecht für Oberstadion. In der Folgezeit waren die Herren von Stadion Besitzer von Alberweiler, Arnegg, Bühl, Hundersingen, Magolsheim, Mühlhausen, Mundeldingen und Rusenberg. Nach dem Aussterben der Grafen von Berg bei Ehingen (Donau) wurde deren Besitz an die Habsburger verpfändet. Die Herren von Stadion waren von den Habsburgern über mehrere Jahre als Pfandherren von Ehingen und Schelklingen eingesetzt. Nach 17-jähriger Bauzeit konnte 1773 das heutige Schloss fertig gestellt werden, wobei der Turm des 1. Schlosses in das barocke Bauwerk mit Lichthof integriert wurde. Mit dem Grafen Philipp Franz von Stadion erlosch nach dessen Tod das edle Geschlecht 1908. Seither sind die Grafen von Schönborn als Nachfolger Besitzer der Schlossanlage.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.1848, 9.6916