SchlossTriptis-Oberpöllnitz

Schloß Oberpöllnitz

Schloß Oberpöllnitz

Privatbesitz

Im höhergelegenen Teil von Oberpöllnitz befindet sich das Rundschloss Oberpöllnitz. Es verdankt seinen Namen seinem nahezu runden Grundriss. Das Schloss besitzt einen kleinen Innenhof. An der Nordseite des Innenhofes befindet sich ein achteckiger Treppenturm, der den Zugang zu verschiedenen Geschossen des Schlosses ermöglicht. Der Turmhelm überragt den Schlossbau. Das Schloss ist Teil eines ehemaligen Rittergutensembles verschiedener Wohn- und Wirtschaftsgebäude im Dorfkern, die heute zu einem großen Teil nicht mehr existieren. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss 1341 als „Rundbau mit kleinem Innenhof“. Im 16. Jahrhundert bauten die Herren von Pöllnitz das Schloss zu einem schlichten Renaissance-Schloss um. Aus dieser Zeit stammen Volutengiebel, Obelisken, Grisaillemalereien und Dekore im Inneren des Schlosses. Auch diese sind heute überwiegend zerstört oder in einem bedauerlichen Zustand. Der Schlussstein im Toreingang kündet davon, dass das Rundschloss Oberpöllnitz 1848 erneuert wurde; errichtet sei es 1414 ist dort ebenfalls zu lesen. Weitere Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert hinterließen ihre Spuren. Pächter des Rittergutes mit Schloss war ab 1928 der Reichstagsabgeordnete Albert Abicht. 1977 konnte eine Sprengung des Schlossgebäudes wegen der starken baulichen Mängel gerade noch verhindert werden. Seitdem war das Schloss dem Verfall preisgegeben und bereits in 1980er-Jahren stark einsturzgefährdet; schließlich brachen sogar Teile der Außenmauern und des Daches ein. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz half ab 1992 mit erheblichen Mitteln, das mächtige Schieferdach, die Mauern und die Innendecken wieder instand zu setzen. Das Schloss in Oberpöllnitz zählte zu den Stammsitzen derer von Pölnitz. Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitzt und wird behutsam saniert.

Zum Rittergut gehörte eine mit Wasserkraft des Pöllnitzbaches betriebene Schneide- und Mahlmühle in Mühlpöllnitz, die 1953 durch die ortsansässige LPG zu einem Futtermittelbetrieb umgebaut wurde. 1990 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und das Mühlengebäude verkauft. Nach der Wende wurde das äußere Bild wiederhergestellt.

Südöstlich des Schlosses befindet sich die evangelische Dorfkirche mit Resten eines Renaissance-Portals aus Sandstein. Die Kirche ist nahezu kreisrund von einer Bruchsteinmauer und einem Kirchhof umgeben. 2011 wurde der Dachstuhl und die Fassade der Kirche aufwändig instand gesetzt. Auffällig ist der große, schieferbedeckte Dachreiter, der die Turmuhr und die Glocke beherbergt.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/thueringen/schloesser/saaleorla002.html

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7492, 11.8816