Privatbesitz
Schloss Mühlwang
Das Schloss Mühlwang liegt in der Gemeinde Gmunden im Bezirk Gmunden von Oberösterreich (Linzer Straße 61).
Dieser Stammsitz der Mühlwanger aus Steyr wird erstmals 1305 mit Herbort dem Muhlbanger erwähnt. Die Mühlwanger waren Dienstmannen der Herren von Ort. Das Lehen war zuerst durch die Wallseer und dann durch den Landesfürsten vergeben. Der letzte Mühlwanger starb um 1500. Nachfolger wurde Wolfgang Zollner. Nach dessen Tod im Jahr 1528 fiel das heimgefallene Lehen an die Hofkammer, wobei Kaiser Ferdinand I. den Besitz an Hans Hofmann von Grünpichl verlieh. 1576 kaufte Jobst Schmidttauer den Freiherren Friedrich und Ferdinand von Grünpichl die Herrschaft Mühlwang ab. 1608 wurde Maximilian Hacklberger von Höhenberg auf Weyer durch Kaiser Rudolf II. mit Mühlwang belehnt. Dieser verkaufte das Schloss 1614 an den Gmundner Bürger Leopold Pötsch, wodurch Mühlwang vorübergehend seine adeligen Freiheiten verlor. 1622 ging Mühlwang als „freies Erb“ an den Rentmeister Raphael Fraunholzer aus Steyr. Ihm folgte 1628 auf dem Erbweg Benedikt Fasold, Verweser zu Ebensee. 1646 kam der Besitz an dessen Sohn Johann Baptist Fasold.
1662 wurde Mühlwang durch Kaiser Leopold I. wieder zu einem „Land- und befreyten adeligen Gut“ erhoben. Zugleich wurde das Privileg ausgesprochen, Tavernen, ein Brauhaus, Mühlen und Schmieden zu erbauen. 1684 wurde Mühlwang an den Salzamtmann Freiherr Georg Ehrenreich von Schifer veräußert. 1695 kaufte Johann Emmerich Graf von Seeau Mühlwang vom Sohn des Schifers. 1724 wurde es an Karl Josef Ritter von Frey verkauft und von dessen Familie 1817 an Joseph Solterer zu Au. Von den Solterschen Erben ging der Besitz 1868 an Karl Klusemann und von dessen Erben 1901 an Herzog Ernst August von Cumberland. Seine Nachkommen trennten sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder von Mühlwang.
Um das Schloss rankt sich die Sage von dem heiligen Brunnen in Gmunden.
Schloss Mühlwang heute+
Unter den Grünpichls ist Mühlwang im 16. Jahrhundert von einer Burg zum gegenwärtigen Schloss umgebaut worden. Unter Karl Josef von Frey wurde im 18. Jahrhundert an den Westtrakt des Schlosses ein Vordertrakt mit niedrigem Dach angebaut.
Mühlwang ist somit ein zweiflügeliger und dreigeschossiger Bau, gedeckt von einem abgewalmten Mansarddach. Der Bau ist durch Faschen und Lisenen farblich gegliedert. Der rechte Flügel besitzt einen Laubengang mit einer steinernen Mittelsäule. Er ist mit dem traunseitigen Trakt durch eine Mauer verbunden. Im Hof steht ein alter steinerner Brunnen.
Eine Zeitlang war im Gebäude eine Gastwirtschaft untergebracht. Heute hat das Schloss private Eigentümer und ist in Wohnungen aufgeteilt. Auch das Schloss Mühlwang ist touristisch genutzt, es befindet sich darin zum Beispiel eine Kochschule sowie ein Seminarzentrum.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss_M%C3%BChlwang.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.9216, 13.8048