SchlossMirskofen

Schloss Mirskofen

Schloss Mirskofen

Wohnungen

Den Namen des Ortes führt man auf Mersinkofen (Hof des Mersino) zurück. Zwischen 1143 und 1147 tritt ein Isinpreht de Mersinchouen als Zeuge auf. Alter Ortsadel ist auch noch im 14. Jahrhundert hier ansässig. Schon vom 13. Jahrhundert an besaß das Kloster Seligenthal namhaften Grund- und Gutsbesitz in Mirskofen und das Hochstift Freising hatte hier Zinspflichtige. Spätestens seit 1300 gehört Mirskofen zum herzoglichen Herrschaftsbereich.

Wohl im 14. Jahrhundert dürfte ein Schlossherr das Bergkirchlein Sankt Salvator für seine Untertanen erbaut haben. Über das Alter der Pfarrkirche Mater dolorosa und der Kirchenstiftung sind die Angaben unsicher, aber sie muss wohl im 15. Jahrhundert als Filialkirche der Pfarrei Altheim entstanden sein. Sicher ist, dass der spätgotische Turm der Kirche aus dieser Zeit stammt. Der jetzige Rokokobau des Langhauses wurde kurz vor 1770 errichtet und erfuhr 1957 einen Anbau. Mit der Erhebung zur Pfarrei wurde im Jahre 1995 aus der ehemaligen Filialkirche die Pfarrkirche Mirskofen.

Wann für einige Güter in Mirskofen die Hofmarksgerechtigkeit erteilt wurde, ist nicht bekannt; aber 1466 und 1490 besaß sie der Landshuter Bürger Wilhelm Neumeyer. Sie umfasste einen Edelsitz, einen Sedlhof, die Taverne, die Schmiede und zwei Sölden. Die Hofmarksfreiheit wurde später auf den Sedlhof beschränkt. Trotzdem maßte sich ein späterer Lehensinhaber, der fürstliche Kämmerer und Regiments-Advokat Dr. Johann Plank, die Jurisdiktion über rottenburgische Untertanen an, erbaute ein Gefängnis mit Stock und Eisen, errichtete auch ohne landesherrliche Erlaubnis 1616 einen Ziegelstadel - der bis ins 19. Jahrhundert hinein betrieben wurde - und war überhaupt ein gewalttätiger Mensch. Er baute aber auch das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte mittelalterliche Schloss wieder auf. Rund 200 Jahre später verkaufte Siegfried Freiherr von Guggemoos die "Hofmark Mirskofen", die allerdings bereits 1752 nur noch als "Sitz" geführt wurde, mit aller "Zugehör" - darunter 18 Untertanen - an Benedikt Josef Ritter von Peyrer. Der stiftete für diese Untertanen im Januar 1807 ein Krankenhaus in Mirskofen, das freilich nur 4 Betten nebst der Wohnung der Krankenwärterin enthielt. 1837 nahm Graf Philipp von Deroy das Schloss Mirskofen in Besitz. Da es aber stark verfallen war, ließ er es um 1840 abtragen und neu erbauen. 1915 wurde der Besitz von König Ludwig III. an Graf Josef Erwein von Deroy-Fürstenberg verliehen, der es nach dem 2. Weltkrieg für Flüchtlinge freigab. In den letzten Jahren wurde das Gebäude durch den derzeitigen Besitzer Graf von Deym aus Arnstorf gründlich renoviert. Wer möchte, kann sich heutzutage eine Wohnung im Schloss Mirskofen mieten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.6123, 12.1965