Privatbesitz
Schloss Metternich

Die Wasserburg Burg Metternich (Schloss Merle) wurde spätestens im 13. Jahrhundert erbaut. Im Jahre 1316 wird erstmals ein Geschlecht erwähnt, das den Namen Metternich trug und als Wappen den Löwen führte.
Die Burg ging vom Kölner Erzbischof zu Lehen, wurde 1348 anlässlich einer Erbteilung zwischen vier Brüdern aktenkundig und blieb bis zum Jahre 1692 in dieser Familie. Der letzte dort ansässige Freiherr von und zu Metternich verkaufte 1692 Burg und Herrschaft an den kurkölnischen Geheimrat und Staatssekretär Franz Wilhelm von Schönheim. Nach dem Tod des letzten Schönheim von Metternich, Domherr Johann Arnold von Schönheim erbten dessen Vettern den Besitz, der kunstsinnige Kölner Weihbischof und Bistumsverweser Clemens August von Merle und sein Bruder Josef Clemens von Merle. Auf letztere geht die Anlage des Landschaftsparks 1802 um die Burg zurück (Hofgärtner Josef Clemens Wehye). Der spätere königliche Hofgärtner Lenné erhielt hier seine erste Ausbildung, der Landschaftspark ist an der Burg noch erhalten, an dem Villehang jedoch zumeist zu Wald geworden. Über den bedeutenden rheinisch-französischen Juristen Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels, den Übersetzer des Code Civil ins Deutsche und späteren ersten Präsidenten des Kölner Appellhofes, der das Gut von der Kölner Adelsfamilie von und zum Pütz 1811 kaufte, kam das Rittergut nach dessen Tod durch Verkauf an den Major a. D. Karl Friedrich von Müller und seine Frau Helene geb. Krupp aus Essen, von deren Sohn es 1879 Franz Freiherr von Schorlemer-Overhagen kaufte, er baute die Mansarde und den Gutshof um. Er verkaufte Metternich schon 1895 an den königlichen Kammerherrn Edmund Freiherr Spies von Büllesheim, dessen Familie die Burg bis heute bewohnt. Während das Herrenhaus von Burg Metternich nach sehr starken Kriegsschäden und beginnendem Verfall durchgreifend renoviert werden konnte, ist von den ursprünglichen Vorburgen nichts mehr erhalten. Der heutige vierflügelige Gutshof wurde um 1885 vollständig neu erbaut, lediglich das große Sandsteintor wurde aus den Vorgängerbauten übernommen. Von der Ausstattung und der Gemäldesammlung des Bischofs Merle ist nichts erhalten geblieben, lediglich ein Plan der Hängung. Die Vorburggräben sind zumeist eingeebnet, aber das Herrenhaus ist noch immer von einem großen Weiher umgeben, der die Pfahlroste unter den Fundamenten ständig unter Wasser hält. In westlicher und südlicher Richtung ist die Burg aber immer noch durch drei Wasserhindernisse, inklusive der Swist geschützt. Auf Burg Metternich wurde Anfang des 19. Jahrhunderts der Gesellschaftsvertrag der Firma Friedrich Krupp zu Essen geschlossen.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=568
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.7384, 6.8886