SchlossInnsbruck

Schloss Mentelberg

Schloss Mentelberg

Schüler- und Lehrlingsheim

Schon im Jahre 1305 wird an der Stelle des heutigen Schlosses ein Meierhof des Klosters Wilten auf der Gallwiese erwähnt. Der Meierhof wurde vom Kloster verkauft. Die bekanntesten Besitzer waren die Mentlberger, die dem späteren Ansitz den Namen gaben. Unter Kaiser Maximilian I. wurde Heinrich von Mentlberger, kaiserlicher Rat, Stadtrichter und Bürgermeister von Innsbruck, geadelt. Der Hof auf der Gallwiese wurde hierauf 1497 zum Ansitz erhoben und ausgebaut. Nach den Mentlbergern gab es mehrere Besitzer. Im 17. Jahrhundert wechselte der Ansitz in den Besitz des Klosters Wilten. 1770 erfolgte ein Ausbau des Schlosses. 1861 kaufte Gräfin Therese Spaur den Besitz und ließ ihn renovieren. 1884 wechselte der Besitzer erneut, welcher im Schloss eine moderne Hotelpension eröffnete.

1890 erwarb der französische Prinz Ferdinand von Bourbon-Orleans den Besitz. Er ließ 1905 das Schloss im Stil der Loireschlösser umbauen. Mit seiner Gattin Sophie, der Schwester der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sisi), weilte der Herzog gerne in Mentlberg. Kaiser, Könige und Fürsten waren oft zu Gast.

Während des I. Weltkrieges befand sich im Schloss ein Lazarett für lungenkranke Soldaten. Nach dem Krieg fand das Schloss abwechselnd Verwendung als Lehrlingsheim, Gastwirtschaft mit 110 Hotelzimmern und Kaserne. Heute gehört das Schloss dem Land Tirol und ist seit 1948 ein Schüler- und Lehrlingsheim.

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Lage: 47.2486, 11.3630