Privatbesitz
Schloss Mattsies

Das Schloss wurde von 1202-1220 als Hochschloss durch die Herren von Mattsies erbaut. 1246 wird das Schloss erstmals urkundlich als "Novo Castro Mazzensiez" (neues Mattsieser Schloss) erwähnt. 1456 wurde das Schloss auf Befehl von Kaiser Friedrich III. zerstört und danach sofort wieder aufgebaut. 1458 wechselte der Besitz an die "von Stein". 1525 wurde das Schloss im Bauernkrieg zerstört und wieder errichtet. Im 16. Jahrhundert erfolgte ein Umbau. Später wechselte der Besitz an die Herren von Ellerbach.
1905 ließ der neue Besitzer des Schlosses, Walter von Rougemont, das Schloss in südwestlicher Richtung durch einen Anbau erweitern, der mit einem Kegeldach abschließt. Beim Umbau konnte festgestellt werden, dass das ganze Nordost-Viertel des Schlossgebäudes, dessen über meterstarke, bis ins vierte Stockwerk reichende Zwischenmauer auffiel, ursprünglich als freier Turm dastand und erst bei Errichtung des Hochschlosses - Anfang des 13. Jahrhunderts- mit eingebaut worden war. Im unteren Teil aus Tuffsteinen erbaut und eingewölbt, mag dieser Warttum römischen Ursprungs sein. Im obersten Stock des Hochschlosses kamen auch alte vermauerte Schussnischen zum Vorschein, auf der Giebelseite vier, auf der Längsseite sechs, welche in neuerer Zeit teils zu Fenstern ausgebrochen, teils vermauert worden waren. Bemerkenswert war noch das blosgelegte Fundament eines kleinen runden Turmes - auf noch älteren Bauresten in 2-3 Metern Entfernung von der südwestlichen Schlossecke und ein zwischen dem 2. und 3. Stock dahin weisender vermauerter Ausgang. Dies alles, sowie starke Brandschichten im Schutt, spricht von großen, zum Teil gewaltsamen Veränderungen auf dem alten Burgsitze im Laufe der Jahrhunderte. Durch stattlichen Schlossanbau wurde Mattsies vor kurzem zu einem modernen Landsitze umgewandelt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.0770, 10.5500