SchlossSchonungen-Mainberg

Schloss Mainberg

Schloss Mainberg

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Schloss Mainberg liegt im gleichnamigen Ort Mainberg bei Schweinfurt in Unterfranken.

13. Jahrhundert+

Schloss Mainberg war ursprünglich nur eine Schutz- und Trutzstätte in Form eines Turmes, der noch heute steht. Schätzungen zufolge wurde er in den Jahren 900–1000 n. Chr. erbaut. Zu dieser Zeit war noch von der Burg Mainberg die Rede. Nach etlichen Erweiterungen wurde sie erst ab 1394 als Schloss bezeichnet. Schloss Mainberg wurde erstmals 1245 erwähnt und war im Besitz des Grafen von Wildberg;

1305-1542: Grafen von Henneberg+

Im Jahr 1305 gehörte es dem Grafen von Henneberg-Schleusingen, Berthold VII. dem Weisen. In den Jahren 1480 bis 1486 ließ die Witwe des Grafen Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen, Herzogin Margarethe von Braunschweig-Wolfenbüttel (1451-1509), durch den Heidelberger Baumeister Philipp von Hoestätt das Schloss in seiner heutigen Form mit den drei Giebeln als Witwensitz erweitern. Zu dieser Zeit war es nach der Würzburger Festung Marienberg der zweitgrößte Herrschaftssitz in Mainfranken.

Im Bauernkrieg 1525 wurde es teilweise zerstört. 1542 kam Mainberg mit dem gesamten Amt Mainberg im Tausch gegen die Stadt Meiningen von den Grafen von Henneberg-Schleusingen an den Bischof von Würzburg (Konrad III. von Bibra). Nach der Säkularisation wechselten die Besitzer mehrfach. Im Laufe der Zeit erfuhr die Burg viele An- und Umbauten, bis das Schloss seine heutige Gestalt erhielt. Schloss Mainberg war der Verwaltungssitz für das hennebergische, später würzburgische Amt Mainberg. Im Schutze der alten Burg entstand die Siedlung, auf die der Burgname übertragen wurde, enggedrängt zwischen Fluss und Berghang und im engen, eingeschnittenen Meerbachtal, das dort in den Main mündet.

1822-1901: Wilhelm Sattler und Nachkommen+

1822 ließ der Fabrikant Wilhelm Sattler das inzwischen verfallene Schloss restaurieren und die Räume in einem historistischen Stil herrichten. Er baute die schon ansehnliche Kunstsammlung weiter aus. Mit seinem Tod kam das Schloss auf den Markt. Die Kunstschätze wurden bei einer Aufsehen erregenden Auktion vom 29. Oktober bis 2. November 1901 in Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus in Berlin versteigert. Dazu gehörten sechs Skulpturen von Tilman Riemenschneider und gotische Glasmalereien.

1902-1915: Alexander Erbslöh und Johannes Müller+

1902 wurde das Schloss von dem auf der Wasserburg Haus Rauental bei Barmen wohnenden Fabrikanten Alexander Erbslöh erworben, um es dem Schriftsteller und evangelischen Theologen Johannes Müller als „Freistätte persönlichen Lebens“ zur Verfügung zu stellen. Nachdem Elsa von Michael, geb. Haniel und spätere Gräfin von Waldersee, für Müller und seine Bewegung das Schloss Elmau hatte bauen lassen und dieser dorthin umgezogen war, diente Schloss Mainberg zu Beginn des Ersten Weltkriegs auch als Lazarett und Erholungsheim.

1915-1955: Geheimrat Ernst Sachs und Konsul Willy Sachs+

1915 wurde es an den Unternehmer Ernst Sachs verkauft, der die Innenräume von Franz Rank im Stil der Zeit grundlegend umbauen ließ. Die historistisch-spätromantische Innenausstattung ist weitgehend erhalten und stellt ein - in dieser Qualität und aus dieser Zeit - für Bayern einzigartiges Gesamtkunstwerk dar. Sohn Willy Sachs verkaufte das Schloss 1955. Danach wechselte das Schloss mehrfach seinen Besitzer.

1955-1961: Wilhelm Heger+
1961-1982: Stadt Schweinfurt+
1982-2005: Gerhard Eichhorn und Erben+
Seit 2005: Renate Ludwig+

Die Immobilienmaklerin Renate Ludwig erwarb das Schloss 2005 gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern für 550.000 €. Letztere schieden nach kurzer Zeit wieder aus, sodass Ludwig alleinige Eigentümerin wurde. Sie setzte das unter Eichhorn verfolgte Gastronomiekonzept zunächst fort. 2007 diente das Schloss als Filmkulisse für eine Folge der Krimiserie "Pfarrer Braun" mit Ottfried Fischer (Das Erbe von Junkersdorf). Seit 2006 sind an der Giebelfront im Bereich der Dachrinnen Wasserflecken sichtbar, die sich in den folgenden Jahren stetig vergrößerten. Wegen statischer Probleme sperrte das Landratsamt Schweinfurt 2009 den Bereich der Vorburg weiträumig ab. Im Dezember 2011 erklärte Landrat Leitherer erstmals öffentlich, die Vorburg sei "schon jetzt nicht mehr zu retten". Wegen fehlender Brandschutzvorrichtungen untersagte das Landratsamt Schweinfurt bis auf weiteres jegliche Nutzung. Im Frühjahr 2011 brachen großflächig Steine aus der nördlichen Zwingermauer. Wegen aufgefrorener Leitungen und eindringender Feuchtigkeit wurde 2012 an mehreren Stellen Schimmelbildung sichtbar. Im Lucretienzimmer musste das Parkett wegen Hausschwammbefalls entfernt werden. Lokale und überregionale Medien berichteten über den besorgniserregenden Zustand des Schlosses.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Reinhold Schulz

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.0571, 10.2897