Schloss/BurgDessau-Roßlau - Waldersee

Schloss Luisium

Schloss Luisium

Das Schloss kann besichtigt werden

Mitten im UNESCO-Welterbe Dessau-Wörlitzer Gartenreich steht das Luisium, das klassizistische Landhaus der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau, umgeben von einem 14 Hektar großen englischen Landschaftspark mit klassizistischen und neugotischen Staffagebauten.

1767 heiratete Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817) seine Cousine Louise Henriette Wilhelmine von Brandenburg-Schwedt (1750–1811). 1774–78 ließ er ihr zu Ehren nach Plänen Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorffs ein Landhaus errichten: privater Rückzugsort und späterer Witwensitz. 1780, zum Geburtstag der Fürstin, erhielten Haus und Park ihren Namen.

An derselben Stelle hatte zuvor der barocke „Vogelherd“ gelegen, den Fürst Dietrich 1753 für den Erbprinzen erwarb; ein kleines Schloss, wohl auch Jagdsitz, wurde für das Luisium abgebrochen. Der zweigeschossige Backsteinputzbau erhebt sich als Kubus von zwölf Metern Seitenlänge über einem Souterrain, geschlossen von einem Pyramidendach mit Belvedere. Südlich führt eine siebenstufige Sandsteintreppe zum Hauptportal, nördlich eine Kutschenzufahrt. Drei Erdwälle schützen die Anlage vor Hochwasser. Im Erdgeschoss liegt der Festsaal; im Obergeschoss Spiegel-, Pompejanisches, Gemälde- und Graphisches Kabinett sowie die Bibliothek, dazu ein Mezzanin. Malerei und Stuck prägen die Innenräume.

Hofgärtner Johann Friedrich Eyserbeck legte ab 1774 den Park mit Sichtachsen an: westlich der Landschaftsgarten der Fürstin, östlich der Nutzgarten des Fürsten. Zur Anlage gehören die Chinesische (Weiße) Brücke von 1766, die eingeschossige Orangerie Erdmannsdorffs um 1782 im Wirtschaftsgarten, Gärtnerhaus und weitere Bauten als offene Vierflügelanlage, ferner Pegasusbrunnen, die Skulptur „Das verschleierte Bild zu Saïs“, Schlangenhaus, Blumengartenhaus und Ruinenbogen. 1779–81 entstand südöstlich das neugotische Gestüt auf der früheren Fohlenweide; die Backsteinställe zeigen zum Luisium verzierte Schaugiebel mit steigendem Pferd. Eine Wallmauer trennt Weiden und Park, vom Haus aus unsichtbar.

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Quelle: historische-haeuser.com · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)

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Lage: 51.8507, 12.2722