SchlossKrefeld

Schloss Linn (Krefeld)

Schloss Linn (Krefeld)

Kulturzentrum

Um 1740 ließ Kurfürst Clemens August die Kellnerei der Burg Inn zum Jagdschloss umbauen. Clemens August hielt sich jedoch nur sehr selten dort auf. Ende des 18. Jahrhunderts wurde es vom Linner Oberkellner von Otten bewohnt.

Seit dem 12. Jahrhundert in kurfürstlichem Besitz, wurde die Burg 1806 mitsamt dem Jagdschlösschen, der historischen Zehntscheune und dem großzügigen Umland vom Krefelder Seidenfabrikanten Isaak de Greiff erworben. Isaak de Greiff nutzte das Schloss als Sommersitz und in den Wintermonaten als Jagdhaus. Einer seiner Söhne, Johann Philipp de Greiff, erbte das Anwesen und ließ sich hier schon bald darauf mit seiner Familie nieder. Seine Tochter Marianne Rhodius, geb. de Greiff, wuchs hier gemeinsam mit ihrer Schwester Emma auf und bewohnte das Jagdschloss selbst noch bis zu ihrem Tode 1902. Marianne Rhodius war eine Nichte von Cornelius de Greiff, dem sie den größten Teil ihres Vermögens zu verdanken hatte.

Als Miterbe und Mitverwalter des Nachlasses von Marianne Rhodius bezog der Justizrat Gustav Schelleckes nach dem ersten Weltkrieg das Jagdschloss auf der Burg Linn. 1924 verkaufte er die Burgruine dann mitsamt dem Jagdschloss und allen weiteren zugehörigen Immobilien für 506.000 Mark an die Stadt Krefeld. Er selbst wohnte aber bis zu seinem Tod 1928 weiterhin im Jagdschloss.

Der Kauf der Liegenschaften durch die Stadt Krefeld fiel in die Amtszeit des damaligen Bürgermeisters, Dr. Johannes Johansen, welcher sich sehr für den Erwerb engagierte.

Die Burg Linn wurde bis 1926 renoviert und zum Landesmuseum ausgebaut. 1930 kam das Jagdschlösschen hinzu.

Im Jagdschlösschen befinden sich heute einige eingerichtete Krefelder Bürgerzimmer des 18. und 19. Jahrhunderts. Eine komplett eingerichtete niederrheinische Bauernküche sowie eine Sammlung mechanischer historischer Musikinstrumente, welche immer sonntags vorgeführt werden, ergänzen das museale Angebot.

Burg und Jagdschlösschen ergänzen sich mit dem in unmittelbarer Nähe zur Burg befindlichen Niederrheinischen Landschaftsmuseum zum Museumszentrum Burg Linn.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.3333, 6.6356