Privatbesitz
Schloss Limberg

Vorgänger des heutigen Gebäudes war ein Festes Haus, das gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet worden sein dürfte. Als Bauherren kommen vielleicht die Leibnitzer in Frage. Jedenfalls waren es Salzburger Ministeriale. Unter dem Namen Lindenperch wird in einer Urkunde von 1244 erstmals eine Burg erwähnt.
1279 gehörte ein Teil der Burg Hartnit von Leibnitz, der einen Viertelanteil an Otto Ungnad von Weißenwolf verkaufte. Diesem gelang es im nächsten Jahr im Einverständnis mit dem Salzburger Erzbischof von Haertlein von Vinchenstein die restliche Herrschaft zu erwerben und als freies Eigen zu behalten. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts verpfändete Otto die Burg an den Bischof von Seckau, der sie 1300 schließlich kaufte.
Bereits fünf Jahre später veräußerte das Bistum das Haus Lindenberch an Hartnid von Pettau, der es von Dienstmannen verwalten ließ. Nach ihrem Aussterben um die Mitte des 14. Jahrhunderts wurden die mit ihnen verwandten Metnitzer mit dem Lehen betraut. Nach dem Aussterben der Pettauer im Jahr 1438 wurden die Habsburger Lehensherren. Auch unter ihnen konnten die Metnitzer die Burg behalten. Der bereits veraltete Wehrbau Limberg wurde in einen zeitgemäßen Renaissance-Ansitz umgebaut. Nach Andreas Metnitzers Ableben im Jahr 1590 fiel Limberg an die Kärntner Hauptlinie der Familie Metnitz.
1602 ging das Schloss an Kaspar Kempinski. 1648 kaufte Georg Christian Graf Saurau die Herrschaft, dem das benachbarte Schwanberg gehörte. Graf Saurau gab das Schloss an die mit den Kempinskis verschwägerte Maria Rosina von Falbenhaupt ab. 1659 wurde die Herrschaft an den Verwalter von Limberg und Schwanberg, Martin Mayer, verpfändet und 1663 verkauft. 1661 ging das Schloss an Johann Urban von Grattenau. Johann Urban ließ einen groß angelegten Umbau des Schlosses durchführen.
Seine Erben verkauften die Herrschaft 1682 an Johann Heinrich von Jarizburg. Dieser konnte den Verkaufspreis nicht erlegen, wollte aber das Schloss auch nicht verlassen. Erst 1720 gab Johann Heinrich von Jarizburg auf und verließ das bereits zur Halbruine gewordene Schloss. Ortenhofen erhielt 1730 das landesfürstliche Lehen und ließ seinen Herrschaftssitz prächtig ausstatten. 1820 kaufte Johann I Fürst von und zu Liechtenstein Limberg, in dessen Familie es bis 1933 blieb. Dann gelangte es an das steirische Jugendhilfswerk. 1938 erwarb die Steirische Versicherungs AG das Schloss und ließ die Innenräume modernisieren.
Nach Kriegsende wurde Limberg zuerst von Bulgaren und dann von Tito-Partisanen besetzt und geplündert. 1948 erhielt die „Jugendhilfe“ ihr Ferienheim wieder rückgestellt. Heute gehört das Schloss dem Verein Steirische Jugendhilfe und wird als Pfadfinderzentrum genutzt.
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 46.7432, 15.2105