SchlossLibá (Liebenstein)

Schloss Libá (Liebenstein)

Schloss Libá (Liebenstein)

Privatbesitz

Die Burg Liebenstein wurde zur Mitte des 13. Jahrhunderts als Sitz der zur Kaiserpfalz Eger gehörenden Ministerialen gegründet. Ihren Namen bekam sie von der gleichnamigen Burg bei Tirschenreuth in Bayern. Als erster Burgbesitzer wird im Jahre 1264 Ruprecht von Neu Liebstein erwähnt. Nach dem Aussterben der Herren von Liebenstein erwarb im Jahre 1346 der Egerer Patrizier Franz Gosswein die Burg - allerdings schon aus der Hand des böhmischen Königs Johann von Luxemburg. Dessen Nachkommen entzog König Wenzel IV. jedoch im Jahre 1381 die Burg Liebenstein wieder, um sie dem Egerer Hauptmann Johann von Leuchtenberg zu überlassen. Im Jahre 1425 erwarben die Zedwitzer von Neuberg (heute Podhradí), die ab 1790 im Reichsgrafenstand waren, Burg und Herrschaft Liebenstein, die die Burg bis 1945 in Besitz hielten.

Die Burg ist von zweiteiliger Disposition, vom ursprünglichen Kern blieb der große runde, einst frei hinter der runden Burgmauer stehende Turm (Bergfried) stehen und an der Südflanke der alte, sog. „obere“ Palast. Zur Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der spätere „untere“ Palast errichtet und bei einem weiteren Umbau zur Mitte des 15. Jahrhunderts bekam die Burg einen Querflügel mit einem von zwei Basteien geschützten Tor. Bei der Vermögensaufteilung unter den Zedwitzern im Jahre 1498 wird bei einer Beschreibung der Burg erwähnt, dass ihre beiden Teile bereits selbstständig genutzt werden. Im Rahmen eines Renaissance-Umbaus in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kam es zur Verbindung beider Paläste durch einen neuen einstöckigen Flügel und der nordwestliche Palast bekam einen Eckerker. Die Barock-Umbauten (von denen der erste im Jahre 1719 abgeschlossen wurde) machten die mittelalterliche Burg völlig zum komfortablen Schloss. Der Eingangsflügel wurde umgebaut und alle Fassaden überholt. Damals verschwand auch der Burggraben, an dessen Stelle Schlossterrassen errichtet wurden. Die Innenräume des Schlosses wurden im Stil des Rokoko und noch später im Klassizismus umgestaltet. Im Jahre 1755 entstand anstelle des vorherigen gotischen Kirchleins die einschiffige St. Katharinen-Kirche. Nach Kriegsende 1945 wurden die deutschen Besitzer von den Tschechen enteignet und vertrieben (oder ermordet). Diese Verbrechen wurden durch die Beneš-Dekrete legalisiert.

Burg und Schloss Libá (Liebenstein) blieb nach 1945 unbewohnt und verfiel langsam. Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts machte sie ein vernichtender Brand endgültig zur Ruine. Anfang der 90er Jahre wurden zwar Rekonstruktionsarbeiten aufgenommen, diese wurden dann aber nach entsprechender Absicherung des Eingangsflügels abgebrochen. Burg und Schloss Libá ist weiterhin unzugänglich, ihr baulicher Zustand ist immer kritischer.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lib%C3%A1_chateau_2008-06-28.JPG

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Lage: 50.1268, 12.2338