SchlossLauenburg

Schloss Lauenburg

Schloss Lauenburg

Örtliche Behörden

Das Lauenburger Schloss über der Stadt Lauenburg in Schleswig-Holstein war namensgebend für das Herzogtum Lauenburg. Es wurde durch Beschuss kaiserlicher Artillerie 1656 zerstört. Einziger Überrest ist der Turm.

Von der Lauenburg zum Schloss+

Die Lauenburg wurde 1182 von Bernhard von Sachsen errichtet. Der Name leitet sich von dem slawischen Wort Lave für die Elbe ab. Als Lage wählte er eine gut zu verteidigende Anhöhe über dem Fluss in der Nähe der niedergebrannten Ertheneburg, deren Steine er als Baumaterial nach Lauenburg schaffen ließ. Noch während der Bauzeit wurde die Burg von Anhängern Heinrichs des Löwen 1184 zerstört, auf Anweisung des Kaisers mussten die Plünderer anschließend jedoch beim Wiederaufbau der Burg mithelfen. Diese geriet um 1203 nach zwischenzeitlicher Eroberung durch Adolf I. von Dassel in dänische Herrschaft und wurde 1228 von Albrecht I. befreit. Er machte die Burg zu seinem Stammsitz. Im 15. Jahrhundert wandelten lang währende Um- und Ausbauarbeiten, vor allem unter Herzog Johannes IV. die Burg in ein Schloss. Das Schloss bestand aus mehreren einzelnen Bauteilen, war größtenteils aus Backstein errichtet und im Stile der Renaissance ausgeschmückt. Es umfasste den Turm, ein großes und ein kleines Steinwerk, ein Küchenhaus am großen Steinwerk, das Brau- und Backhaus, Fleischhaus und Vogthaus sowie Residenzhaus, Torhaus und Wittun, die unter einem Dach lagen, und schließlich den Pferdestall.

Am 29. Januar 1616 brach auf dem Schlossberg ein Brand aus und machte das Schloss unbewohnbar, zerstörte es jedoch nicht.. Auf einer dänischen Militärkarte des Jahres 1638 ist das Schloss noch abgebildet.. Herzog Franz II. nahm seinen Wohnsitz daraufhin auf dem Schloss Neuhaus im Land Hadeln. Sein Nachfolger August verlegte die Residenz 1619 in das Ratzeburger Schloss. Herzog Julius Heinrich plante nach Kriegsende zwar einen Neubau, dieser wurde jedoch nicht mehr ausgeführt. Im Jahre 1708 wurde das heute als Schloss bezeichnete Amtshaus errichtet.

Die Relikte des Schlosses+

Den Mittelpunkt des Schlossbergs und das Wahrzeichen Lauenburgs bildet der mächtige Geschützturm. Dieser war nach 20-jähriger Bauzeit 1477 fertiggestellt und mit zwei Meter dicken Mauern, Schießscharten und Pulverkammern versehen. Von hier aus war eine Kontrolle der Stadt, der Elbe und des umgebenden Landes möglich. Nach der Zerstörung des Schlosses 1656 wurde ein oberes Stockwerk abgetragen und der Turm erhielt um 1725 seine heutige Gestalt mit dem barocken Dachreiter. In seinem Inneren wurden im Obergeschoss Gefängniszellen eingerichtet und im kreuzrippenüberwölbten Untergeschoss fand ein Lapidarium seinen Platz.

Dem Turm gegenüber befindet sich das heute als Schloss bezeichnete Amtshaus von 1708. Der langgezogene Bau aus Backstein mit seinem Walmdach dient gegenwärtig der Stadtverwaltung.

Um das Schloss herum befand sich einst der nach Art römischer Terrassengärten angelegte Fürstengarten. Nach den Zerstörungen durch die Kriegshandlungen von 1656 wurde der um 1600 durch Herzog Franz II. angelegte Garten nicht mehr gepflegt und verwilderte. Bis heute finden sich hier die Reste einer zwischenzeitlich restaurierten Grotte und ein gewundener Weg führt durch die früheren Befestigungsanlagen herauf. Von der Terrasse direkt unterhalb des Amtshauses genießt man mit dem so genannten Askanierblick eine weite Sicht über die Elbe bis nach Niedersachsen hinein.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/schleswig/schloesser/lauenburg01.html

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 53.3716, 10.5559