SchlossOschersleben-Klein Oschersleben

Schloss Klein Oschersleben

Schloss Klein Oschersleben

Privatbesitz

Klein Oschersleben wurde 1083 als Oskersievo erstmals urkundlich erwähnt, als Kaiser Heinrich IV. das Gut eines Thiedericus, der ohne Erben gestorben war, dem Dom zu Halberstadt vermachte. Der Name bedeutet Hinterlassenschaft oder Erbe eines Oscar. 1381 wurden mehrere erzbischöfliche Lehnshöfe urkundlich erwähnt. 1489 erhielt Hofmarschall Hans von Kotze das Rittergut als Mannlehen. Es war dann 400 Jahre in Familienbesitz. 1563 wird das Dorf als Bestitz von Kotze genannt. Ein Feuer zerstörte 1562 Ort und Schloss. Während des 30-jährigen Krieges wurde Klein Oschersleben teilweise abgebrannt. Nach dem Tode des letzten Aministrators in Magdeburg 1680 kommt Klein Oschersleben wie das gesamte Erzbistum zum Kurfürstentum Brandenburg. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Halberstadt 1842 und der Errichtung einer Zuckerfabrik nahm die Entwicklung der Landwirtschaft in Klein Oschersleben einen bedeutenden Aufschwung. Die erste Zuckerfabrik stand 1863 auf dem Rittergut, wurde jedoch bald aufgegeben. Ab 1879 gab es eine größere Zuckerfabrik in der Nähe des Bahnhofs, die bis 1991 produzierte.

Das Schloss wurde auf den Mauern des alten Schlosses Ende des 19. Jahrhunderts neu errichtet. 1945 wurden die Besitzer durch die Kommunisten zwangsenteignet und vertrieben. Hiernach waren Schule, Kinderkrippe und Wohnungen im ehemaligen Schloss untergebracht.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.0089, 11.3424