Privatbesitz
Schloss Kleeberg
Schloss Kleeberg ist ein Schloss bei Ruhstorf im Landkreis Passau. Bereits 1398 wird ein Simon Munster de Cleberg urkundlich erwähnt, doch ist von der mittelalterlichen Burg nichts mehr erhalten. Im 16. und 17. Jahrhundert wechselte der Besitz zwischen den Geschlechtern der Ruhstorfer und der Auer von Tobel. Das heute vorhandene Bauwerk wurde 1610 von Hans Wolf von Ruestorf auf Truchtlaching und Poigen errichtet. 1735 starben die Ruhstorfer aus. Durch Heirat der Reichsgräfin von Fränking wurden die Grafen von Taufkirchen-Ybm hier Schlossherren.
1871 starb mit Max Joseph das Geschlecht der Taufkirchen-Kleeberg im Mannesstamm aus. Seine Witwe heiratete Louis Weiß von Starkenfeld. Dieser verkaufte den Besitz 1881 an die Freiherrn von Moreau, denen Schloss Kleeberg bis heute gehört.
Anlage+
Das dreigeschossige Herrenhaus besitzt ein Walmdach und an den vier Ecken jeweils ein Türmchen mit geschweifter Haube. Der Nordostturm ist doppelt so hoch wie die anderen und wird zudem von einer Laterne bekrönt. Um 1690 wurde das Gebäude in den Obergeschossen von dem Passauer Hofkünstler Giovanni Pietro Camuzzi mit Stuck ausgestattet.
An das zweigeschossige alte Torhaus schließt der Festsaaltrakt an. Um 1740 entstand der Festsaal, dessen Decke und Nordwand durch eine Stuckdekoration von Johann Baptist Modler geschmückt wird. Im Mittelpunkt der Darstellung steht der Triumphzug der Göttin Venus auf ihrem Pfauenwagen, daneben Allegorien der vier Jahreszeiten. Bereits 1759 wurde der Raum in eine Kapelle mit einem Mariahilf-Altar und Seitenfiguren von Franz Joseph Ignaz Holzinger umgestaltet. Modler ist möglicherweise auch der Meister des Kruzifix und des Ehewappens Taufkirchen-Gugler von 1768 über dem Portal des Torbaus.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.4461, 13.3085