SchlossKlaus an der Pyhrnbahn

Schloss Klaus

Schloss Klaus

Jugendherberge
Bildungseinrichtung

Schloss Klaus ist eine Schlossanlage in Oberösterreich, deren Anfänge bis zum 12. Jahrhundert zurückgehen, welche heute ein christliches Jugendfreizeitzentrum und Bildungshaus beherbergt. Die Anlage liegt auf einem Felsvorsprung im Steyrtal, am Fuße des Berges Brennet, dem südlichsten Ausläufer der Kremsmauer.

Anfangs handelte es sich um eine Festung an der Straße durch die Talenge bei Klaus an der Pyhrnbahn. Im Jahre 1175 finden sich erste urkundliche Hinweise. 1282 belehnte Albrecht von Habsburg Albero de Buchheim als Dank für treue Kriegsdienste mit der „starken Feste Klaus“. 1512 kam die Feste in den Besitz der Familie Storch.

1578 erbaute Ulrich von Storch direkt unterhalb der bestehenden Festung ein Schloss, das 1758 barockisiert wurde. 1610 hindern die Klauser Untertanen unter der Führung von Ludwig und Christoph Storch rund 8000 Soldaten des „Passauer Kriegvolkes“ am Durchzug durch die Talenge. 1616 errichtete Ludwig von Storch oberhalb des Schlosses eine evangelische Bergkirche. Diese wurde als Spätfolge der Gegenreformation 1674 von der katholischen Pfarrkirche Klaus übernommen.

1708 ging die Anlage in den Besitz des Grafen Franz Ludwig von Salburg über. 1742 lenkte der im Dienste von Erzherzogin Maria Theresia stehende Freiherr von Trenck die Aufmerksamkeit auf Klaus. Bayrische und französische Soldaten fielen in Oberösterreich ein und eroberten auch die Festung Klaus. In den frühen Morgenstunden des 2. Januar überrumpelte sie Trenck nach einem Gelage, eroberte Schloss und Burg und nahm nach kurzem Kampf 130 Mann gefangen. 1760 veräußerte Graf Norbert Anton Oswald Salburg den Besitz an das Stift Spital am Pyhrn.

1809 gingen Schloss und Burg in das Eigentum des Religionsfonds über, 1878 übernahmen die Fürsten von Schaumburg-Lippe das heruntergekommene Schloss und die zur Ruine verkommene Burg. Der gesamte Besitz mit 574 ha Wald wurde am 13. Dezember 1940 an den Berliner Gutsherrn Sigismund von Treskow verkauft, der ihn 1945 seiner Nichte Ursula von Sydow vererbte. Da auch die letzten Besitzer das alte Schloss nicht bewohnen konnten, war die Grundvoraussetzung für die Erhaltung des historischen Baus nicht mehr gegeben. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Flüchtlingsunterkunft verwendet. Ab 1948 diente es zwei Jahre lang als Erholungsheim für von der Caritas betreute Kinder aus der Diözese Wien. Der bauliche Zustand verschlechterte sich rapide, außerdem drohten die letzten Mauerreste der Burgruine einzustürzen. Aus diesem Grunde wurde die Immobilie de facto unbrauchbar.

Seit dem Jahr 1963 besteht ein Pachtvertrag zwischen der Familie von Sydow und dem evangelisch-kirchlichen Verein Missionsgemeinschaft der Fackelträger. Es begannen die ersten Renovierungsarbeiten am Schloss, in dem wenige Monate später ein evangelisches Jugendfreizeitzentrum und Bildungshaus eröffnete.

Aufgrund der großen Gästenachfrage entschloss man sich 1983 zum Wiederaufbau der Burgruine. Schloss und Burg bieten nun zwei große Versammlungssäle und 150 Gästebetten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss-_und_Burg_Klaus.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.8236, 14.1547