Museum
Schloss Klösterle an der Eger

Das Schloss Klášterec nad Ohří (deutsch: Schloss Klösterle an der Eger) befindet sich in der Kleinstadt Klášterec nad Ohří im Okres Chomutov in Tschechien.
Geschichte+
Das Areal des Schlosses liegt auf einer Anhöhe in unmittelbarer Nähe zur Eger. 1515 wurde dort von der zunächst sächsischen Adelsfamilie von Vitzthum ein Herrenhaus errichtet, das ab 1590 zu einem Schloss mit Turm und vier Flügeln erweitert wurde. Im Schlosshof sind heute noch zwei Epitaphen der Familie aufgestellt. Das Schloss Klösterle in Böhmen war seit dem Dreißigjährigen Krieg Sitz des Adelsgeschlechts von Thun und Hohenstein. Die Familie erhielt das Schloss an der Eger im Jahr 1621 nach der Schlacht am Weißen Berg und behielt es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, zusammen mit Schloss Pětipsy. Der italienische Architekt Carlo Lurago und der Baumeister und Stuckateur Rossi da Lucca bauten die Residenz 1666 zu einem Repräsentationssitz mit einer Loggia aus. Die Räumlichkeiten wurden mit kunstvollem Stuck ausgeschmückt im Stil der späten Renaissance. Verschiedene allegorische Skulpturen stammen von Johann Brokoff. Das Schloss ist umgeben von einem Schlosspark im englischen Stil. Zunächst war der Garten als Barockgarten konzipiert. Heute verfügt er über viele seltene Bäume und Sträucher, darunter auch ein Ginkgo-Baum. Gegenüber dem Schlosseingang befindet sich eine Sala terrena. Vor der Sala terrena stehen die von Johann Brokoff 1685–1687 geschaffenen allegorischen Skulpturen: Africa / Amerika / Ulysses (Odysseus) / Asia / Europa.
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Lage: 50.3841, 13.1736