SchlossDransfeld - Jühnde

Schloss Jühnde

Schloss Jühnde

Privatbesitz

Schloss Jühnde ist eine unter Denkmalschutz stehender Gebäudekomplex in Jühnde. Es wird seit 1664 von den Freiherren Grote bewohnt und bewirtschaftet.

Ein Gut Jühnde wurde 960 von Otto I. zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Eine 1290 erstmals genannte Burg lag an der alten Heerstraße von Münden nach Göttingen. Sie gehörte Widekindus dictus de June (1250–1297). Die Familie von June starb 1463 aus und Jühnde fiel an das Geschlecht von Bovenden, wenig später an die Familie von Adelebsen. Damals entwickelte sich die Burg offenbar zu einer Raubritterburg, von der aus Händler überfallen wurden. 1484 wurde sie daher von den Göttingern erobert, eingenommen und ab 1489 wiederaufgebaut. Aus der Zeit stammt auch der 29 Meter hohe, Moshus genannte, Schlossturm. Seine unteren beiden Geschosse haben Kreuzgratgewölbe.

Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Burg ab.

1664 übernahm Reichsfreiherr Otto Grote zu Schauen (1637–1693), Geheimrat des Herzogs Johann Friedrich zu Braunschweig-Lüneburg, das Gut und baute die Burg 1668−1671 wieder auf. Ein Nachfahre, Otto Ulrich Freiherr Grote (1757–1821), ließ nach seinem Abschied aus dem hannoverschen Staatsdienst 1805 im Geist der Romantik den bemerkenswerten Landschaftspark anlegen und die Burg 1806−1807 schlossartig zu Wohnzwecken umbauen.

1951 wurde im Schlossturm das Archiv des hier gebürtigen Schriftstellers Heinrich Sohnrey (1859−1948) eingerichtet.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Nadar13a / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.4623, 9.8002