Privatbesitz
Schloss Jezeří (Eisenberg)
Das Schloss Jezeří (deutsch: Schloss Eisenberg) liegt westlich von Dolní Jiřetín (Niedergeorgenthal), unter dem Steilabfall des Erzgebirges in Tschechien. Das prächtige Schloss im Barockstil ist auf den Gemäuern einer Burg, die Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde, im Jahre 1549 umgebaut worden. 1623 erfolgte ein weiterer Ausbau im Stil des Barocks. Nach einem Feuer 1646 war das Schloss für längere Zeit unbewohnt. Erst 1696 restaurierten die Lobkowiczer den Komplex, der jedoch 1713 wieder ausbrannte.
Nach 1722 wurde das Schloss als Jagdschloss genutzt, 1802 kam ein Theater und 1805 eine Kapelle hinzu. In den 1820er Jahren wurde ein 50 Hektar großer Schlosspark mit Pflanzen aus fremden Ländern angelegt.
Wegen zahlreicher hochkarätiger kultureller und gesellschaftlicher Veranstaltungen besuchten Berühmte der damaligen Zeit wie Johann Wolfgang von Goethe und sein Herzog Karl August von Sachsen-Eisenach Schloss Eisenberg. Nach dem Kriegsende 1945 wurden die deutschen Besitzer von den Tschechen enteignet und vertrieben (oder ermordet). Diese Verbrechen wurden durch die Beneš-Dekrete legalisiert.
Den Grundriss des Schlosses bildet ein doppeltes Kreuz mit Flügeln, an deren westlichen Enden sich zwei Türme erheben. Der mittlere, höchste Turm über dem Eingangstor ist mit Atlanten geschmückt. Das Innere des Schlosses ist mit fürstlicher Pracht ausgestattet. Jezeří besitzt eine Geweihsammlung, ein Theater und eine Kapelle, einen großangelegten Park und einen Tiergarten.
Besitzer+
- 1365–1372: Nevlas von See (Nevlas de Lacu alias de Aysemberg)
- anschließend: Busco von See
- anschließend: Peter von Pertz
- 1410–1413: Albrecht von Kolowrat; Burggraf von Elbogen
- 1416–1450: Johann Smolik von Slawitz und seine Nachfolger
- 1450: Familie von Kauffungen
- 1459: Sigmund von Slawitz
- 1513: Da Smolik von Slawitz kinderlos blieb, vermachte er Eisenberg seinem Schwager Hochhauser von Hochhausen.
- 1696: Ferdinand Wilhelm von Lobkowitz, Erbauer des heutigen Schlosses
- 1991 nach der Restitution wieder im Besitz der Familie Lobkowicz, anschließend wegen der voraussichtlichen hohen Reparaturkosten an die Tschechische Republik übereignet.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.5540, 13.5049