Privatbesitz
Schloss Hülchrath

Schloss Hülchrath ist eine ehemalige Wasserburg im Stadtteil Hülchrath der Stadt Grevenbroich. Die am Gillbach gelegene Anlage geht in ihrer Substanz auf das 14. Jahrhundert zurück.
Im 12. Jahrhundert befand sich die Burg im Besitz eines gleichnamigen Adelsgeschlechts. Die Oberhoheit ging im 13. Jahrhundert an das Kölner Erzstift über.
1583 zur Zeit des Truchsessischen Krieges wurde die Burg durch spanische Truppen belagert und eingenommen. Dabei wurde der Ort Hülchrath zerstört und die Burg beschädigt. Beim anschließenden Wiederaufbau verstärkte man Burg und Ort mit Bastionsbauten. 1678 (Französisch-Niederländischer Krieg) wurde die Burg erneute eingenommen. Die Besitzer wurden anschließend gezwungen, die 100 Jahre zuvor errichteten Bastionsbauten abzutragen. Es folgte eine längere Phase des Verfalls der Anlage. Ab dem Jahre 1803 wurde die Burganlage mehrmals veräußert. In dieser Zeit waren unter anderem die Familien Salm-Reifferscheidt-Dyck und von Benningsen Besitzer der Anlage, die sie teilweise renovierten und ausbauten.
Im Dritten Reich diente die Schlossanlage als Ausbildungsstätte für den Werwolf (Freischärlerbewegung). Der Werwolf war eine Guerillatruppe, die nach der Besetzung des Deutschen Reiches Sabotageaktionen durchführen sollte. In Hülchrath befand sich die größte "Abrichtungsstätte".
1995 wurden die Parkanlagen für die Landesgartenschau neu gestaltet.
Anlage+
Der rundliche Grundriss der Kernburg legt die Vermutung einer ursprünglichen Turmhügelburg nahe.
Im 14. Jahrhundert wurde über der Motte eine mehrtürmige Anlage mit Vorburg und doppeltem Wassergraben errichtet, von der sich bis heute wesentliche Teile erhalten haben. Im Gegensatz zu den meisten anderen rheinischen Wasserburgen haben die späteren Veränderungen den mittelalterlichen Charakter der Anlage noch erkennbar gelassen, wodurch Schloss Hülchrath zu den besterhaltenen mittelalterlichen Wasserburgen des Rheinlandes gezählt werden darf.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.zeche.org/
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.1232, 6.6584