SchlossEisenach

Schloss Hohe Sonne

Schloss Hohe Sonne

Privatbesitz

Die Hohe Sonne ist eine Waldsiedlung der Wartburgstadt Eisenach in Thüringen. Die Hohe Sonne besteht heute aus der ruinösen Bausubstanz vom Jagdschloss Hohe Sonne, dem angrenzenden Rastplatz Hohe Sonne mit Parkplatz an der Bundesstraße 19, einem Wohnhaus und zwei für Post- und Telekommunikationszwecke errichteten Sendemasten.

Das heute als Hohe Sonne bekannte Gebäudeensemble befindet sich am Rennsteig, etwa sechs Kilometer südlich der Wartburgstadt Eisenach an der Bundesstraße 19. Höchste Erhebungen des Ortes ist der Gickelhahn (461 m ü. NN), der nahe Hirschstein (463,3 m ü. NN) und der südwestlich vom Schloss befindliche Karthäuserberg (423,8 m ü. NN) gehören zur Gemeinde Marksuhl. Die geographische Höhe des Ortes beträgt 434 m ü. NN.

Unweit des Schlosses trifft man im Gelände auf zahlreiche Hohlwege als Zeugen der einst als Nürnberger Straße bezeichneten Altstraße. Die Passhöhe dieses viel benutzten Verkehrsweges wurde Hohes Kreuz bezeichnet. Ob ein Gipfelkreuz an dieser Stelle vorhanden war bleibt spekulativ, da schriftliche Erwähnungen aus vorreformatorischer Zeit fehlen. Die waldreiche Umgebung in Sichtweite der Wartburg war immer ein beliebtes Jagdrevier des sächsischen Hochadels. Das um 1483 errichtete Steinkreuz Wilde Sau erinnert an den tragischen Verlauf einer Wildschweinjagd, bei der ein herzoglicher Hofbeamter durch einen Jagdunfall den Tod fand. Die Jagdleidenschaft des Eisenacher Herzogs Ernst August I. hatte zunächst die Errichtung eines Blockhauses als Jagdhütte zur Folge, diese wurde schon 1741-46 durch das vom Landbaumeister Gottfried Heinrich Krohne errichtete Jagdschloss ersetzt. Der Forstort Hohe Sonne gehörte noch vor dem Ersten Weltkrieg zur Gemeinde Mosbach, die 1906 den Bau einer Gastwirtschaft genehmigte. Der umgebende Wald war dagegen zum größeren Teil großherzoglicher Besitz, dann Staatswald. Gegenwärtig stoßen genau am Schloss die Gemarkungen von Eisenach (im Norden), Mosbach (im Osten) Eckardtshausen (Süden) und Wolfsburg-Unkeroda (Westen) aufeinander.

Der heute als „Schloss“ bekannte Bau mit dem kleinen Türmchen war zuletzt in den 1980er Jahren als Hotel und Ausflugsgaststätte genutzt, wurde aber schon ab 1985 wegen nicht zu behebender Bauschäden geschlossen. Gebäude und Grundstück sind heute im Privatbesitz und unzugänglich. Appelle von Bürgerinitiativen, Vereinen und der Stadtverwaltung, den unter Denkmalschutz stehenden Bau zu retten, blieben bis 2012 folgenlos. Abgelehnt wurde das Ansinnen eines Schweizer Interessenten, das ehemalige Jagdschloss abzureißen und stattdessen einen postmodernen Bau aus Glas und Stahl zu errichten. 2012 gibt es einen holländischen Investor, der die marode Anlage wieder herrichten und zu einer Wanderherberge machen will.

Neben dem Schlossgebäude, einem relativ kleinen, dreigeschossigen Haupthaus mit Mansarddach, berichten zeitgenössischen Schilderungen und Abbildungen auch über Wirtschaftsgebäude, Stallungen und Unterkünfte für das Gesinde. Die meisten dieser Gebäude waren als Fachwerkgebäude mit außen vorgeblendeter Bretterverschalung – zum Wetter- und Regenschutz – entstanden.

Tourismus+

Die Hohe Sonne ist Ausgangspunkt für Wanderungen in die Drachenschlucht. Zu DDR-Zeiten, als das Betreten des Grenzgebietes nicht möglich war, begannen hier alle Rennsteigwanderungen sowie bis 2001 der GutsMuths-Rennsteiglauf. Weiterhin endet hier der vom Edersee kommende Lulluspfad X 16.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.9319, 10.3179