SchlossHitzkirch

Schloss Hitzkirch

Schloss Hitzkirch

Polizeischule

Die Deutschordenskommende in Hitzkirch wurde kurz vor 1237 gegründet, vermutlich am Sitz der 1235 letztmals genannten Herren von Hitzkirch (Hof mit Eigenkirche). Als Gründer gilt Konrad von Teufen. 1237 sind in Hitzkirch Güter des Ordens, 1241 ein Konvent, 1245 ein Komtur und 1276 eine Schwesterngemeinschaft belegt, die sich zwischen 1300 und 1307 auflöste. Trotz der Lage an der im 12. und 13. Jahrhundert wichtigen Nordsüdroute im Seetal blieb der Konvent klein. Für 1307 sind fünf Ritterbrüder und ein Komtur verbürgt, für 1413 drei Ritter, in der Frühneuzeit ein bis zwei Personen. Die Komture rekrutierten sich aus dem schweizerischen oder deutschen Adel. Geistliche und Kommendenpersonal kamen häufig aus dem deutschen Einzugsgebiet des Ordens. Nach dem Konfessionswechsel des Komturs Hans Albrecht von Mülinen 1528 annektierte Luzern 1531 Hitzkirch und setzte eidgenössischen Kleriker als Komture ein. 1542 wurde Hitzkirch an den Orden zurückgegeben. Hitzkirch überlebte als einzige von fünf Schweizer Kommenden des Deutschen Ordens die Reformation. Nach 1425 diente sie als Absteige der Landvogteiverwaltung der Freien Ämter im Amt Hitzkirch. Die Kommende richtete spätestens Mitte des 16. Jahrhundert eine Pfarrschule ein. 1649-69 war Hitzkirch zur Sanierung des kriegsgeschädigten Ordens dem Landkomtur Elsass und Burgund zugeordnet. 1744 begann Johann Caspar Bagnato mit dem Neubau der Kommende als Dreiflügelanlage; diese wurde 1935 um einen Ostflügel erweitert und 1987-90 restauriert. 1806 hob der Kanton Luzern, welchem Hitzkirch 1803 zugeteilt worden war, die Ritterhäuser auf und übernahm die Domänen. Im 19. Jahrhundert, besonders 1819, fanden Verkäufe und Versteigerungen statt. 1868-2005 beherbergten die Gebäude das Kant. Lehrerseminar. Seit 2007 ist hier die Interkantonale Polizeischule untergebracht.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.2250, 8.2651