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Schloss Haus im Turm (Rhöndorf)

Die Villa Merkens (auch Haus im Turm) im Bad Honnefer Ortsteil Rhöndorf geht auf eine mittelalterliche Burganlage zurück.
Die spätere Villa wurde als Sitz der Ritterfamilie „von Roendorp“ spätestens im 13./14. Jahrhundert erbaut und war von Wassergräben umgeben. Mitte des 15. Jahrhundert erschien sie in amtlichen Rechnungen als „boven dem thorne“. Sie wurde zum Wohngebäude für den Richter des Amtes Löwenburg und beherbergte ein Gefängnis. Bereits im 16. Jahrhundert war sie außerdem als Weingut genutzt worden. Das Erdgeschoss im östlichen Teil der Villa entstand bis zum Spätmittelalter. Anfang des 19. Jahrhunderts kaufte der Kölner Kaufmann Essingh das damals noch Haus im Thurm genannte Anwesen. Nach Essinghs Tod ging es auf dessen Schwiegersohn Franz Merkens über, einen Kölner Bankier und Mitgründer der Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrt. In dieser Zeit wurde aus der Villa ein klassizistisches Herrenhaus geschaffen. Dabei kam es 1830 auch zum Umbau des markanten, mittelalterlichen Villenturms.
Von 1943 bis 1945 war die Villa Ersatzquartier des Schweizer Konsulats, anschließend wurde sie zum Zwecke einer Mietnutzung in kleinere Einheiten unterteilt. Noch bis zu ihrem Kauf durch das Erzbistum Köln im Jahre 1963 blieb sie im Besitz der Familie Merkens. Der neue Eigentümer riss Teile der Nebengebäude ab, veränderte den Dachstuhl und tauschte die Fachwerkelemente des linken Seitentrakts durch Massivmauerwerk aus. Er betrieb dort bis 2004 die Landvolkshochschule des Erzbistums. Die neue Nutzung von Villa, ihrem Park und dem benachbarten Haus St. Hedwig war in der Stadt umstritten, heute ist sie Standort einer gehobenen Gastronomie mit Weinverkauf sowie Sitz eines Honorarkonsulats von Trinidad und Tobago. 2009 wurde eine aufwändige Sanierung der Villa abgeschlossen. Das Gebäude steht mit seinem Gewölbekeller unter Denkmalschutz und gehört zu den wenigen, die 1689 in Rhöndorf die Zerstörungen des Pfälzischen Erbfolgekriegs unversehrt überstanden.
Park+
Der Park der Villa Merkens beinhaltet zum Teil seltene Bäume mit Beständen, die Tulpenbaum, Trompetenbaum und Spießtanne umfassen. Zur Eingangsseite der Villa hin befindet sich aus dem 17. Jahrhundert ein barockes Brunnenbecken mit Kartusche-Ornamenten des Klosters Heisterbach. Im gleichen Stil grenzt ein großes, schmiedeeisernes Rokoko-Tor den Park ab, das aus rotem Sandstein besteht. Es wird vom Wappen der Bischöfe von Metz geschmückt und entstammt der dortigen Kathedrale Saint-Étienne. Eine Umgestaltung des Parks erfolgte nach seinem Kauf durch das Erzbistum Köln, eine weitere nach der Aufgabe der Landvolkshochschule in der Villa Merkens.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.6584, 7.2138