SchlossHaggn

Schloss Haggn

Schloss Haggn

Privatbesitz
Restaurant


1336 wird Johann Heinrich Steinberger im Hacken (Haggn) erstmals urkundlich erwähnt. 1414 starb mit Dietrich der Steinberger der letzte dieser Familie. Der Besitz wechselte hierauf an Wilhelm und Kaspar Zenger, Söhne des herzoglichen Marschalls Berchthold Zenger. Nach dem Tod Wilhelms wechselte der Besitz nach einigen Erbstreitigkeiten seiner Kinder an Ulrich der Waldauer. Dieser vererbte den Besitz an seinen Sohn Georg I und dieser an seinen sohn Georg II Dominikus. Letzterer hatte nur vier Töchter, weshalb der Besitz über seine Schwester Anna an ihren Gemahl Balthasar Türriegl gelangte, welcher Pfleger in Mitterfels war. Hund nennt man um 1500 die Heuraus als Besitzer des Schlosses. Ebenso werden um diese Zeit Margreth von Fraunberg und Alhard von Paulsdorf auf Haggn genannt. Der Sohn von Balthasar Türriegl Burkhardt verkaufte 1559 den Besitz an den Degenbergischen Pfleger zu Schwarzach Balthasar Khürmreuter.

Balthasar Khürmreuter zu Drachselsried erwarb 1562 zum Schloss Haggn auch das Schloss in Pürgl. Sein Sohn Veit Adam hatte eine Tochter Barbara, welche mit Simon Preu verheiratet war. Dieser übergab 1681 den Besitz an seinen Vetter Leopold von Rehling. Dieser war Mautner und Landrichter in Straubing. Sein Sohn Adam starb knderlos, sodass ihn seine Schwester Maria Euphrosine beerbte. 1631 heiratete sie Hans Christian Asch. Somit gelangte der Besitz an dessen Sohn Joseph Leopold Alois und wiederum an seinen Sohn Ignaz franz Alois von Asch. Mit ihm starb das Geschlecht der Asch auf Haggn und Pürgl aus.

Joseph Clemens Alois von Asch, der Sohn von Joseph Leopolds trat 1768 in das Kloster Windberg ein und erhielt den Klosternamen Norbert. Nach der Auflösung des Konvents 1803 lebte er bis zu seinem Tode 1819 auf Schloss Haggn. Sein Bruder Clemens studierte katholische Theologie, wurde Pfarrer in Feldkirchen und Domherr in Regensburg.

1857 kam der Besitz an den Schwiegersohn des Ignaz Alois von Asch Anton Freiherr von Schrenk. Von seinen drei Söhnen erbte Leopold Freiherr von Schrenk-Notzing Haggn und Pürgl. Er erweiterte den Besitz durch den Kauf von zwei Höfen in Dießenbach. Er blieb unverheiratet und starb 1920. Baron von Schrenk hatte auf seinem Grundbesitz ein Elektrizitätswerk errichtet und belieferte Haggn und Neukirchen mit Strom.

Der Besitz wechselte durch Erbschaft an Otto Freiherr von Berchem, der mit einer Großnichte des Erblassers verheiratet war. Hierauf wechselte der Besitz an Marilies Falck, eine geb. Freiin von Berchem.

Die spätmittelalterliche Wasserburg wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts umgebaut und erweitert.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

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