Privatbesitz
Schloss Hagenau

Das Schloss Hagenau steht in der Gemeinde St. Peter am Hart im Bezirk Braunau in Oberösterreich. Es steht neben der Bucht der alten Mattigmündung auf einem zum Inn vorspringenden Felssporn. Das Renaissanceschloss steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
Geschichte+
Eine Burg, die in der Nähe des heutigen Schlosses lag, ist als Besitz des benennenden Geschlechts erstmals 1088 („Hartwicus de Hagenowe“) belegt. Nach dem Aussterben der oberösterreichischen Linie der Hagenauer kam sie 1152 an die Bischöfe von Passau, die sie als Lehen an ein Ministerialengeschlecht gaben, das sich ebenfalls nach der Burg benannte. Der berühmteste Hagenauer war Reginbert, Bischof von Passau, der im Kreuzzug 1147 den Tod fand. Mit Ludwig von Hagenau starb 1262 aber auch dieses Adelsgeschlecht aus, sodass die Anlage kurzfristig in den Besitz der Ortenburger kam, danach in den der Herzöge von Bayern. Die Burg wechselte oft den Besitzer, so war sie im Besitz der Toerring (ab 1270) und der Ahamer (um 1400). 1525 kauften sie die Taimer zu Mühlheim und blieben bis 1635 Besitzer.
1571 wurde die alte Burg abgerissen, da sie bei mehreren Bränden und Überschwemmungen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden war. Zeitgleich wurde das heutige Schloss auf einer hochwassergeschützten Erhöhung gebaut. Der Aufstau des Inns für das Kraftwerk Frauenstein erweckt nun den falschen Eindruck, es sei als Wasserschloss geplant worden. 1635 schenkte Kurfürst Maximilian I. von Bayern seinem Leibarzt Ferdinand Schütz das Anwesen. Dieser ließ das Bräuhaus und die Stallungen beim Schloss errichten. Der Kurfürst gestattete ihm, den Titel „von und zu Hagenau und St. Peter“ zu führen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at
Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.
Lage: 48.2751, 13.0997