Kulturelle Veranstaltungen
Privatbesitz
Schloss Haddenhausen

Das Schloss Haddenhausen ist ein im 17. Jahrhundert errichtetes Schloss im Stil der Weserrenaissance nördlich des Stadtteils Haddenhausen der Stadt Minden im Kreis Minden-Lübbecke.
Die Ursprünge des Gutes liegen im 11. Jahrhundert, denn bereits 1254 erwarb der Bischof von Minden das Gut. Ende des 14. Jahrhunderts erhält der Burgmann von Vlotho, Ludolf von Mönnichhausen (Münchhausen) den Besitz des Gutes Haddenhausen vom Mindener Bischof Gerhard III. von Hoya verpfändet.
Um 1460 wurde das Gut in einer Fehde zwischen den Bischöfen von Minden und Osnabrück zerstört. Ab 1457 war das Gut im Eigentum der Familie von Münchhausen. Als die Reformation in Minden eingeführt wurde, wurde Johann von Münchhausen zum Vorfechter des Katholizismus und zettelte bewaffnete Konflikte mit der Stadt Minden an, die 1530 mit seiner Niederlage und der Zerstörung der Anlage endeten. Sein Sohn Christoph von Münchhausen übernahm das Gut Haddenhausen, sein Sohn Johann von Münchhausen war Bischof von Kurland und Ösel sowie Domherr in Verden.
Nach langem Streit um den Besitz und der Zerrüttung der Vermögensverhältnisse wurde das Gut 1610 an die mit den Münchhausen verwandte Familie von dem Bussche-Lohe verkauft. Johann von dem Bussche ließ dann zwischen 1613 und 1616 das Schloss im Stil der Weserrenaissance errichten. Baumeister war Eberhard Wilkening, der auch das Rattenfängerhaus in Hameln erbaute. Es handelt sich um eine zweiflügelige Schlossanlage mit einem Erker, einem Treppenturm und vielen Ornamenten. Südlich des Schlosses liegen Wirtschaftsgebäude sowie die Kapelle.
Heutige Nutzung+
Das Gut wird privat genutzt. Schloss und Schlossgarten werden Besuchern an Tagen des offenen Denkmals oder anlässlich von Konzerten zugänglich gemacht.
Sonstiges+
Claus von Amsbergs Eltern waren der Landwirt Claus von Amsberg und dessen Frau Gosta Freiin von dem Bussche-Haddenhausen.
Der Name von dem Bussche-Haddenhausen taucht auch in einem Bericht an das Auswärtige Amt vom 7. Mai 1906 auf: Botschaftsrat von dem Bussche-Haddenhausen wies die von der britischen Botschaft in Washington erhobenen Vorwürfe mit den Worten zurück, dass Oppenheim keine „offiziellen Aufträge der kaiserlichen Regierung“ zu erhalten pflege, „da man im Auswärtigen Amte nicht viel von ihm halte.“
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.2802, 8.8318