SchlossGräfenberg-Guttenburg

Schloss Guttenburg

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Privatbesitz

Eine Ansicht von Johann Adam Delsenbach von etwa 1720/30 zeigt das Schlösschen in Guttenburg als eingeschossigen verputzten Bau mit Mansarddach. Der Herrensitz war 1718 nach dem Tod des Christoph Hieronymus Voit von Wendelstein an seinen Neffen Hieronymus Wilhelm von Ebner als Universalerben gelangt [vgl. Erlenstegen II]. Eine wohl in diesem Zusammenhang erstellte „Specification“ über die sich im Herrenhaus Guttenburg befindlichen Mobilien ist zugleich der älteste Nachweis für die Existenz eines Herrensitzes am Ort.

Die Voit von Wendelstein hatten bereits 1527 umfangreiche Güter und Rechte (darunter das Zehntrecht als Lehen Bambergs) am Ort erworben, die sich zuvor in der Hand Nürnberger Bürger und der Herren von Wildenstein befanden und sich bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen.  In den folgenden Jahrzehnten erweiterten die Voit ihren Besitz in Guttenberg durch Zukauf von Höfen, Gütern und Äckern, ohne dass ein Herrenhaus erkennbar würde.

Dies spricht gegen die Existenz eines älteren Herrensitzes und für den Bau des Schlösschens erst im späten 17. Jahrhundert. Von 1745–1750 wurden umfangreiche Reparaturen durchgeführt und der Dachstuhl neu errichtet. Wenige Jahrzehnte später war das Herrenhaus bereits wieder „buswürdig“, wie ein (leider nicht erhaltener) Plan über die erste Etage und mehrere Kostenaufstellungen belegen. Für das Jahr 1787/88 verzeichnet ein im Familienarchiv der Praun erhaltenes Repertorium  „sieben Stücke ... den Bau des Schlosses und die Einrichtung neuer Wohnungen in dasselbe betr.“, wobei unklar bleibt, ob es sich nur um eine Modernisierung handelte. Im Jahre 1989 wurde das Herrenhaus durch Blitzschlag zerstört und wenig später wiederaufgebaut.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.6458, 11.2332