Museum
Schloss Großsölk

Die Gegend um die Sölktäler und den Sölkpass war ursprünglich ein Reichsgut, das der deutsche König zwischen 925 und 1125 den steirischen Markgrafen schenkte. Die Herrschaft wurde meist als Lehen vergeben. 1341 verpfändete Herzog Albrecht II Großsölk an die Brüder Herdegen und Friedrich von Pettau. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte hier ein befestigter Hof gestanden sein. Der Landesfürst gestattete den Pettauern, ihn in eine Burg umzubauen, die vorwiegend als Zoll- und Mautstation diente.
1430 verkaufte es Hans Lasberger an Simon Volkra. Die Volkra ließen den Bergfried erhöhen. Sie besaßen die Burg bis 1505, als sie von Stephan Volkra an Veit von Zelking verkauft wurde. Damit hatte Großsölk aufgehört ein Adelssitz zu sein.
Großsölk gelangte bald im Erbweg an Albert von Puchheim, der es 1356 an Konrad Kuchler verkaufte. Dieser behielt die Veste nur wenige Monate und veräußerte sie dann an Friedrich von Pettau. Sie blieb bei der Familie bis zu deren Aussterben im Jahr 1438. Dann wurde sie vom Landesfürsten eingezogen und meist von Pflegern verwaltet. Zwischen 1518 und 1529 war Großsölk an Hanns Finsterwalder verpfändet. 1539 verkaufte König Ferdinand I die Herrschaft auf hundert Jahre an den Freiherrn Hans Hofmann von Grünbichl. Dieser baute die Burg zum heutigen Schloss aus.
1583 löste ihm Leopold Freiherr von Herberstein die Herrschaft ab. Erzherzog Ferdinand erwarb sie 1612 und übergab sie dem Jesuitenorden mit dem Auftrag, die protestantische Bevölkerung dieser entlegenen Täler endgültig zum Katholizismus zu bekehren. Nach der Aufhebung des Ordens wurde Großsölk 1773 Staatsherrschaft. 1824 kam es zu einer Versteigerung, die Maximilian Groinigg für sich entscheiden konnte. Nach ihm wechselten die Eigentümer recht häufig. Schließlich wurde das Schloss von der Kirche übernommen und diente als Pfarrhof. Seit 1998 wird das ehemalige Schloss vom Naturpark Sölktäler als Regionalmuseum und Veranstaltungszentrum genützt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.4094, 13.9661