SchlossThal

Schloss Greifenstein (Thal)

Schloss Greifenstein (Thal)

Privatbesitz

Das Schloss liess die Tochter des St. Gallischen Reformators Joachim von Watt nach dessen Tode 1551 errichten. Joachim von Watt (genannt Vadianus), der ein bedeutender Humanist und Rektor der Universität Wien und nach der Rückkehr nach St.Gallen Stadtarzt, Bürgermeister und Reformator war, übergab seiner Tochter die weitläufige Besitzung am Buchberg - sie bestand aus Wiesen, Wald und Rebbergen - als Morgengabe anlässlich der Vermählung mit dem reichen Kaufmann Leonhard Zollikofer von Altenklingen. Die von Watt führten einen schwarzen Greifen auf silbernem Grund im Wappenschild. Dorothea gab daher voll Stolz ihrem Schloss den Namen "Greifenstein".

1665 wechselte der Besitz an Podesta Rudolf von Salis (Soglio von Chur) über. Junker Rudolf nahm verschiedene bauliche Veränderungen vor - so wird damals der achtseitige Zwiebelturm auf den Kreuzfirst aufgesetzt worden sein. Im Innern erhielt das dreistöckige Herrenhaus die Ausstattung barocken Charakters, die noch heute vornehm und wohnlich wirkt.
1865 veräusserte die Bündner Familie den Greifenstein - er kam in bürgerliche Hände und manche Besitzwechsel bestimmen das Schicksal des grossen Hauses bis auf den heutigen Tag. Eine Architektengemeinschaft modernisierte das Innere stilgerecht im Jahre 1920.

Die Hauptfassade des Schlossgebäudes aus der Zeit um 1560 mit seinem Rundbogenportal, gekrönt mit einem aufwendigen Salis - Sogliowappen, zeigt noch deutlich Nachwirkung der Gotik. Zu erkennen ist dies aus der unregelmässigen Verteilung der ungleichgrossen Fenster in der breitgelagerten Mauerfläche. Das Phänomen der Stilverspätung spielt in der schweizerischen Kunstgeschichte eine bestimmte Rolle. - Die beim Hauptgebäude stehenden Oekonomiegebäude umfassen zusammen mit einer mittelalterlich anmutenden Ringmauer einen stimmungsvollen Innenhof, den man gerne als würdigen Rahmen für gelegentlich intime Instrumentalkonzerte sehen möchte. Das Innere des Herrenhauses umfasst zwölf grosse Zimmer und drei beinahe fürstlich präsentierende Hallen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.4726, 9.5544