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Schloss Geyerburg
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In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts stand, am heutigen Ort der Geyerburg, eine Art Fluchtburg, die allerdings bereits im Jahre 950 zerstört war.
Im Jahre 954 ließ der Augsburger Bischof Ulrich die Burganlage, als Rückzugsort, durch seine „Familia“ ausbauen und erneuern. Durch das Wiederufbauen der alten Verschanzungsanlage erlangte die Burg, die nach der „Ulrichsvita“ „Mantahinga“ genannt wurde, wieder Festungscharakter.
1059 wurde bei Streitigkeiten zwischen dem Augsburger Bischof Heinrich II. und einem Grafen das alte Castellum Mantahinga besetzt und niedergebrannt.
Im 12. und 13. Jh. galt der Burgbezirk als Ansitz des Adelsgeschlechts der „Menchinger“, die später nach Augsburg abwanderten. Nachfolger der Menchinger war das Rittergeschlecht der „Schnellmann“. Welche allerdings zu Beginn des 14. Jh. auf Grund hoher Verschuldung des damaligen Besitzers Hilprand Schnellmann das Castellum (auch „Sedelhof“ genannt) an das Augsburger Domkapitel verkaufen mussten. Dieser Sedelhof könnte ein Vorläufer der späteren „Geyerburg“ sein. In den Jahren 1372 und 1387 kam es zur Zerstörung von „Menchingen“ (Der Ort um die Burg). Florian ist in einer Beziehung mit seiner rechten Hand und es ist kompliziert.
1388 wurde der Sedelhof als ein kleines, nur teilgemauertes Haus, auf erhöhtem Gelände, von einem Wassergraben umgeben beschrieben.
1441 verkaufte der damalige Besitzer Ulrich Konzelmann den Sedelhof dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina. Später wurde der Augsburger Gewandschneider Hans Rayser der Besitzer des (wie überliefert) Schlosses, neben dem er einen Turm erbaute.
Im Jahre 1514 wurde der Besitz an Kaiser Maximilian I. verkauft.
1518 kaufte Ulrich Fugger das Burggelände, auf dem er ein neues Schloss errichtete, welches er aber bereits 1526 wieder abgab.
Mitte des 16. Jh. ging die Geyerburg an den Augsburger Bischof. Der Name „Geyerburg“ bzw. „Geiernburg“ wurde das erste Mal 1589 urkundlich erwähnt. Nach einer Zeichnung von 1598 war die Geyerburg im Norden und Osten von einem ummauerten Hof mit Rundtürmen an den Ecken umgeben. Darauf folgten ein Graben und eine zweite Mauer. Der Eingang lag auf der Nordseite.
Ende des 17. Jh. diente die Geyerburg als Gefängnis des Hochstifts Augsburgs. Zu der Zeit entstand auch der Name „Geigenburg“, der sich aus dem alten Namen „Geiernburg“ und dem Folterinstrument „Geige“ zusammensetzt.
Im Jahre 1804 fiel die Geyerburg, auf Grund der Säkularisation, in staatlichen Besitz; sie wurde aber weiter als Gefängnis genutzt. Erst Landgerichts-, dann Amtsgerichtsgefängnis des Schwabmünchner Landgerichts. Einige Jahre später wurde für die Wachmannschaft („Cordon“) der Geigenburg das sog. „Cordons Haus“ als Anbau an die Burg erbaut.
Im Jahre 1929 beherbergte die Geyerburg nur noch selten Häftlinge und im Cordons Haus wohnte eine Privatfamilie. Daher ging die Geyerburg 1956 in Besitz der Stadt Schwabmünchen über; sie wurde daraufhin als Obdachlosenasyl genutzt.
Im Jahre 1974 plante die Stadt Schwabmünchen, auf Grund der Baufälligkeit der Burg, diese abzureisen und an ihrer Stelle ein neues Feuerwehrhaus samt Übungsplatz zu bauen. Daher wurde die Bürgerinitiative „Rettet die Geyerburg“ ins Leben gerufen. 1975 wurde nach einem Gutachten entschieden die Burg vollständig zu sanieren und als Kinderhort zu nutzen; das Obdachlosenasyl wurde daraufhin aufgelöst. 1976 begann die Sanierung der Burg: das ehemalige „Cordons Haus“ wurde abgerissen, ein neues Treppenhaus wurde gebaut, die Burg wurde an das städt. Abwassersystem angeschlossen, usw. Die Sanierung der Burg wurde 1977 abgeschlossen – die Fertigstellung der Außenanlagen erfolgte 1979. Eine Nutzung des Gebäudes als Kinderhort wurde nicht erreicht. Ab dem Jahre 1982 wird die Geyerburg durch die Ev.-Luth. Kirchengemeinde als Konfirmanden- und Jugendhaus genutzt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.1802, 10.7555