SchlossGedern

Schloss Gedern

Schloss Gedern

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Das Gederner Schloss entstand aus einer Befestigungsanlage des 14. Jahrhunderts. Es gibt ein Kulturhistorisches Museum im Torbogenhaus des Schlosses (ehemals Gärtnerei des Schlosses). Auf einigen Gebäuden die sich auf dem Schlossberg befinden sind die Jahreszahlen der Errichtung eingemeißelt, zumeist sind diese am obersten Stein eines (Tor-)Bogens zu sehen. Anhand dieser Zahlen lässt sich gut erkennen das der Ausbau des Schlossareals in mehreren Etappen geschehen sein muss. Aber gerade durch die Jahreszahlen an den Gebäuden kommen einige Geschichtlich Interessante Fragen auf. So wurde die Torhalle mit der Brücke auf das Jahr 1605 datiert, allerdings wurde die Schlossmauer zum Teil bereits im Mittelalter errichtet. Der Mittelbau des Schlosses stammt aus dem Jahre 1706, fast 100 Jahre nach Errichtung des Torbogens. Da stellt sich die Frage was sich vor Errichtung des Mittelbaus dort befunden haben muss, denn der Bau einer Toranlage wäre ziemlich sinnlos gewesen wenn dort nicht bereits Wohngebäude gestanden hätten, besser gesagt eine Wohnburg. Leider gibt es keine Skizzen o.ä. von dem Gebäude, auf dessen Grundmauern ein Teil des Schlosses errichtet worden ist.

1225 wird ein Zeuge Wolfram aus Gedern genannt, deshalb hat sich in Gedern auch der Name Wolframsburg erhalten. Das Schlossareal wurde unter anderem mit folgenden Gebäuden bebaut, in Klammern wird die Jahreszahl für die Fertigstellung des jeweiligen Gebäudes angegeben, bzw. die Jahreszahl die sich auf dem Gebäude ablesen lässt. Zu den ältesten Bauten zählt die Torhalle mit Brücke, Marstall und das Schilderhaus (1605) Durchaus jünger ist der Bau der alten Brauerei, gegenüber der Torhalle gelegen, heute ist dort ein Altenheim untergebracht. (1679) Kurz darauf wurde bereits mit dem Aus- und Umbau des Hauptgebäudes begonnen, denn dies ist auf das Jahr 1706 datiert, allerdings ist davon auszugehen das Teile des Gebäudes wohl bereits vorher vollendet gewesen sein müssen. Diese Annahme ist durchaus berechtig, wie bereits in der Heimatchronik "Geriwarada" geschrieben wurde: "Aber am 9. August 1687 wird ein Paar copuliert "öffentlich uff dem Schloß im neuen Bau"." Auch der Hauptbau besteht aus Gebäuden die in mehreren Etappen erbaut worden sind. So wurde das Gebäude links des Treppenhauses bereits um 1700 herum fertig gestellt. Das Treppenhaus wurde in einer Umbauphase um 1730 erbaut, die dort verbaute Treppe befindet sich noch heute im Gebäude.

Das Rentamt wurde 1710 errichtet. Heute noch erhalten sind dazu noch die Schmiede und die Remise. Das Schlossanlage wird umgeben von einem Park, der im englischen Stil angelegt worden ist. Bewohnt wurden die Gebäude von der Linie Stolberg bis 1927, danach wurde dort zuerst der männliche Arbeitsdienst untergebracht und später bis 1945 der weibliche. Nach Ende des dritten Reichs wurden in den Gebäuden Heimatlose und Flüchtlinge untergebracht.

Am 1. August 1987 kaufte die Stadt Gedern das Schloss samt den umliegenden Gebäuden. Nach umfangreicher Sanierung zog hier 1997 die Stadtverwaltung ein. Des Weiteren beherbergt das Schloss Gedern heute eine Namhafte Gaststätte. Im Ehemaligen Marstall ist seit kürzerer Zeit eine Seifensiederei untergebracht und das Stadtarchiv. Das Kulturhistorische Museum befindet sich in der Torhalle. Das Rentamt wird zur Zeit saniert. Remise und Schmiede wurden bisher dank Einsatzes des Geschichtskreises Gedern vor dem Abriss bewahrt.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

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