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Schloss Frondsberg

Schloss Frondsberg

Privatbesitz

Vermutlich war es Rudolf von Stadeck, der mit dem Bau der Burg begann. Er hatte das Gebiet um Anger vom Salzburger Erzbischof als Lehen erhalten. Die Burg wird 1265 erstmals urkundlich genannt. 1287 nennt sich bereits der Stadecker Heinrich nach „Vriuntsperg“.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts gelangten Anteile an Frondsberg an die Losensteiner. Der größte Teil verblieb aber bei den Stadeckern. Diese setzten Burggrafen als Verwalter ein. Ein solcher war Dieter von Teufenbach-Mayrhofen, der 1371 erwähnt wird. Gegen ende des 14. Jahrhunderts befand sich Frondsberg wieder voll im Besitz der Herren von Stadeck. Nach dem Aussterben dieser Familie fiel die Herrschaft durch Erbschaft an die Grafen von Montfort.

Haug und Ulrich von Montfort wurden 1403 mit ihr vom Salzburger Erzbischof belehnt. Zu den von ihnen eingesetzten Pflegern zählten wieder Mitglieder der Familie Teufenbach-Mayrhofen. Hermann Graf von Montfort verkaufte Frondsberg 1470 an Andreas Sarl, den langjährigen Burgverwalter. Wolfgang Sarl war der letzte seiner Familie. Seine Tochter Margarete brachte die Herrschaft als Heiratsgut in ihre Ehe mit Leopold von Lembach ein. 1577 verkauften seine Töchter ihr Erbgut an Hans Franz von Neuhaus. Er ließ die Burg endgültig in ein Renaissanceschloss verwandeln, nachdem bereits die Vorbesitzer entsprechende Umbauten vorgenommen hatten. Allerdings hatte er sich mit dem Bauvorhaben finanziell übernommen, so dass der schwer verschuldete Besitz 1601 von Jakob Schränkel gepfändet wurde.

1622 wurde Frondsberg Anna von Pranckh zugesprochen, die ebenfalls zu den größten Gläubigern des Hans Franz von Neuhaus zählte. Ihr Sohn Wolf Andree von Pranckh verkaufte das Schloss 1634 an Heinrich Flach von Schwarzenberg. Dieser konnte den Kaufpreis aber nicht bezahlen und veräußerte es 1642 an Georg Adl von Adlstein. Der ehemalige Verwalter des Schlosses, Blasius Lechner, kaufte es 1651 und schloss es seiner Herrschaft Lehenshofen an. 1823 erwarb der Reichsfreiherr Ferdinand von Gudenus die Herrschaft.

Das gut erhaltene Schloss ist noch immer im Besitz der Familie Gudenus. Die schweren Kriegsschäden von 1945 konnten schon in der Nachkriegszeit beseitigt werden. Frondsberg wurde seit der Renaissancezeit kaum verändert, so dass es heute ein Musterbeispiel für einen steirischen Adelssitz ist, bei dem die mittelalterliche Ringmauerburg durch einen Renaissanceumbau wohnlicher gestaltet wurde.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at

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