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Schloss Freudental

Das Schloss Freudental oder Grävenitzsche Schloss ist ein Schloss im Stil des Barock in Freudental im Landkreis Ludwigsburg.
Vor dem Bau des Schlosses im Jahr 1729 existierte bereits ein Vorgängerbau, der im 16. Jahrhundert entstand. 1727 kaufte die Landeshofmeisterin und Mätresse von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg, Wilhelmine von Grävenitz, Freudental für 47.000 Gulden von einer Nebenlinie der Thüngen. Grävenitz ließ den vorhandenen Bau abreißen und beauftragte den Baumeister Paolo Retti, der schon beim Bau des Ludwigsburger Schlosses mitgewirkt hatte, mit der Konstruktion eines Neubaus. Dieser wurde 1729 bis 1731 gebaut, jedoch verlor die Gräfin nur ein Jahr nach dessen Fertigstellung Freudental samt Schloss an Württemberg. Ab 1742 befand sich in dem Gebäude der Sitz des Oberforstmeisters am Stromberg, ab 1807 auch der Sitz der Kameralverwaltung der Hof- und Domänenkammer. 1810 ließ König Friedrich I. von Württemberg von Nikolaus Thouret weitreichende Veränderungen ausführen, um das Schloss zu seinem Jagd- und Sommerschloss auszubauen, wie das Verlängern eines bereits vorhandenen Nebengebäudes als dritten Flügel des Schlosses und den Neubau des sogenannten Prinzenbaus und des Kavalierbaus. Nach dem Tod Friedrichs 1816 wurde das Gebäude lange nicht genutzt. 1860 wurde dann im Kavalierbau die Dienstwohnung des Hofkammerförsters sowie zwischenzeitlich eine christliche Volksschule untergebracht. Ab 1867 verbrachten außerdem die Pensionärinnen des Katharinenstifts ihre Sommerferien auf dem Schlossgut. 1903 kaufte Freiherr Wilhelm Schertel von Burtenbach das gesamte Anwesen. 1911 wurde das Schloss an den Stuttgarter Ortskrankenkassenverband für 70.000 Mark verkauft, der das Gebäude vom Architektenbüro Suter & Liedecke umbauen ließ. Während beider Weltkriege war das Schloss ein Lazarett. In den ersten Nachkriegsjahren wurde im Grävenitzschen Schloss ein Lungensanatorium betrieben, bevor es 1961 für 730.000 DM vom Landkreis Ludwigsburg gekauft wurde, der es nochmals für 500.000 DM zu einem Alten- und Pflegeheim umbauen ließ. Ab 1962 befand sich hier somit das Alten- und Pflegeheim des Landkreises Ludwigsburg. 2007 wurde das Schloss vom Kunsthändler und Verleger Rudolf Bayer gekauft und ist seitdem Tagungsstätte.
Schlossgarten+
Um das Schloss herum war von der Gräfin von Grävenitz eine Orangerie und ein Garten angelegt worden. König Friedrich I. ließ den Garten auf eine Fläche von 11 Hektar erweitern und im Stil eines englischen Landschaftsgartens anlegen. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt der Englische Graben, der das Gartengelände einfasst. Mittig durch den Park läuft ein gerader Weg, das Königssträßle, welches das Schloss mit der Bietigheimer Chaussee verbinden sollte. Auf dessen Seiten befindet sich jeweils ein rechteckiger Weiher mit Inseln, auf denen Friedrich ein Vogelhaus und einen Billardpavillon unterbrachte.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Freudental-schloss.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.0087, 9.0616