Privatbesitz
Schloss Enzesfeld

Mit Vridrich de Engelscalcsesuelede wird 1125 im Klosterneuburger Salbuch auf einen bestehenden Herrensitz hingewiesen. Die ursprünglich wasserumgebene Burg dürfte um die Wende des 11. zum 12. Jahrhundert errichtet worden sein.
Das Geschlecht der Engelsschalksfelder war hier fast bis zur Mitte des 14. Jahrhundert ansässig. Nach dem Aussterben der Enzesfelder gelangte die Herrschaft an die Herren von Wallsee, die sie bis Ende des 14. Jahrhundert behielten. Ulrich IV vermachte Enzesfeld seinem Vetter Bernhard von Pettau. Unter den folgenden Besitzern waren Ludwig von Tobar, die Grafen Cavriani sowie die Freiherren von Concin. 1477 wurde die Burg durch die Truppen des ungarischen Königs Matthias Corvinus erobert.
Sie konnte aber elf Jahre später einem neuerlichen Angriff widerstehen. Sowohl 1529 als auch 1683 wurde Enzesfeld von den Türken verwüstet. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Burg zum Schloss ausgebaut. Die Eigentümer wechselten aber rasch. Dazu zählten die Grafen Abensberg-Traun, Brandis, Hoyos, Colloredo, Zinzendorf, Khevenhüller-Frankenburg sowie eine Fürstin Montecuccoli. Im 19. Jahrhundert gab es fast in jedem Jahrzehnt einen neuen Besitzer. Dies waren die Freiherren Braun, Dalberg, Puthon, Widmann, Eskeles sowie die Fürsten Schönburg-Hartenstein.
Die Glanzzeit des Schlosses begann erst 1880, als es von Nathaniel Freiherrn von Rothschild erworben wurde. Er und sein Neffe Eugen, dem es von 1911 bis 1963 gehörte, bauten es aus und richteten die Räume mit zum Teil wertvollem Mobiliar großzügig ein. Von 1938 bis 1945 war der Besitz enteignet. Im Zweiten Weltkrieg waren hier Truppenteile der Wehrmacht und der SS einquartiert. In den ersten Wochen nach Kriegsende diente das Schloss als russisches Lazarett. 1963 erwarb Baron Hubert von Pantz das Gut. Er gründete die Golfpark Enzesfeld GmbH, die das Schloss wieder in einen gepflegten Landsitz verwandelte. Die Gesellschaft hat in der Zwischenzeit mehrfach den Eigentümer gewechselt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/noe/niederoesterreich.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.9208, 16.1760