SchlossBad St. Leonhard im Lavanttal

Schloss Ehrenfels

Schloss Ehrenfels

Privatbesitz

Schloss Ehrenfels in Bad St. Leonhard ist ein Schloss in Bad St. Leonhard im Lavanttal, einer Stadtgemeinde im Bezirk Wolfsberg in Kärnten, Österreich.

Während das alte Schloss Gomarn, auch die Veste St. Leonhard genannt, von jeher Eigentum des Hochstiftes Bamberg war, ist Schloss Ehrenfels bis 1635 in Privatbesitz gewesen. Es hat seinen Namen von den Herren von Ehrenfels, die aus der Schweiz nach Kärnten einwanderten. Ihr Stammsitz war die Burg Ehrenfels bei Sils in Graubünden. Aus einer Wappenrolle aus dem 14. Jahrhundert ist ersichtlich, dass die Ehrenfelser drei Fische im Wappen hatten.

Als erster in Kärnten wird Friedrich von Ehrenfels (um 1200) erwähnt. 1356–1362 war Wulfing von Ehrenfels bambergischer Pfleger und Vizedom. Die von Ehrenfels' hatten Besitzungen in der Steiermark, wie Kammern und St. Radegund. Wulfing kaufte in St. Leonhard ein Haus, das seine vier Söhne befestigten.

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts war das Geschlecht auf dem Höhepunkt seines Glanzes, da gleichzeitig von zwei Brüdern der eine Landeshauptmann von Kärnten, der andere Bischof von Lavant war. Mit Ottos Sohn Johann II starben die von Ehrenfels' in männlicher Linie aus. 1591 wurde das Schloss Ehrenfels vom Grafen Georg Nogarol käuflich erworben, der um dasselbe 1593 mit Bewilligung des Hochstiftes eine mächtige Bastei aufführen ließ. Im Steinwulst der hohen Mauer ist noch heute mehrmals sein Wappen zu sehen. Graf Nogarol stammte aus altem toskanischen Adel und diente Ferdinand I. (HRR)|Kaiser Ferdinand I. Nach dem Tod des Hans von Salamanka, Grafen von Ortenburg wurde er 1602 zum Landeshauptmann von Kärnten ernannt. Er starb am 18. Dezember 1619 und wurde in Judenburg begraben. Danach ging das Schloss Ehrenfels in den Besitz seines Vetters Graf von Balmeran über, dessen Gattin eine geborene Porcia war. Von diesem kam es nach wenigen Jahren an Johann Maximilian von Herberstein, der es 1635 an Franz, Bischof von Bamberg und Würzburg verkaufte. Im selben Jahr bewilligte dieser Bischof der Stadt St. Leonhard einen Jahrmarkt vor und nach dem St.-Leonhardstag.

1759 ging Ehrenfels mit der Herrschaft St. Leonhard in kaiserlichen Besitz über. 1826 erwarben die Brüder Rosthorn den Besitz, eine Industriellenfamilie mit Hütten- und Bergbaubetrieben. 1846 übernahm Graf Henckel von Donnersmark die Lavanttaler Betriebsanteile der Brüder Rosthorn und damit auch das Schloss Ehrenfels in Bad St. Leonhard. Im Jahr 1933 kaufte das Schloss gemeinsam mit der Übernahme der Herrschaft Wiesenau der schweizerische Forstbetrieb Hespa-Domäne (Hespa = Holzeinkaufsstelle Schweizerischer Papier- und Papierstoff-Fabrikanten), der es seinerseits seinem Oberförster Franz Eberhard verkaufte. Seit 2010 teilen sich Eberhards Erben das Schloss mit dem Kaufmann Richard Stückler aus Bad St. Leonhard.

Nach mehrmaligen Bränden (1762 und 1808) erfuhr das Schloss immer wieder bauliche Veränderungen. Zuletzt wurde es im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomben stark beschädigt und 1949 wieder instand gesetzt. Sehenswert ist der arkadengeschmückte Innenhof aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert sowie das gotische Eingangstor.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss_Ehrenfels.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 46.9650, 14.7899