SchlossEbenhausen

Schloss Ebenhausen

Schloss Ebenhausen

Privatbesitz

Die Henneberger errichteten als Nachfolge der ehemaligen Gaugrafenämter ihre Zehnten* in Ebenhausen. Ebenhausen war von Anfang an hennebergische Zehnt. Vermutlich wurde bereits zu dieser Zeit eine Burganlage an Platz des heutigen Schlosses errichtet. Im Jahre 1315 verkauft Heinrich IV. von Henneberg Schloss und Stadt Ebenhausen für 200 Mark Silber an seinen Vetter Heinrich V.

Die im spätmittelalterlichen Baustil errichteten Mauern und Türme stammen eindeutig aus der Zeit vor 1400. Auch wurde in dieser Zeit ein Fluchtgang erbaut, der ebenfalls heute noch vorhanden ist und unter der Schlossscheune nach außen durch die Umgebungsmauer führt.

Im Bauernkrieg wurden sämtliche Schlösser im Amte Ebenhausen zerstört. Auch das Schloss Ebenhausen wurde in Brand gesteckt. Bei Renovierungsarbeiten im rechten Teil des Wohngebäudetraktes stieß man auf Brandrückstände unter dem Innenputz der Fassadenmauer. Dieser Gebäudeteil stammt aufgrund des Baustils ganz eindeutig aus dieser Zeit. Das Schloss wurde nach dem Bauernkrieg wieder erneuert und aufgebaut.

In einer Beschreibung der Besitzungen derer von Münster aus dem Jahre 1570 ist unter anderem das Schloss Ebenhausen aufgeführt. Das Schloss wurde im Jahre 1576 an den Bischof von Würzburg verkauft.

Im Jahre 1587 wurde mit dem Bau der heute noch stehenden Schlossscheune begonnen. Das Gebäude ist dreigeschossig und wurde im gotischen Stil errichtet. Die Baukosten beliefen sich auf 2312 Gulden, 4 Mark und 23 Pfund. Der Bau wurde im Jahre 1603 fertiggestellt. Bauherr war der Fürstbischof Julius Echter.

Im Jahre 1641 brannten die Schweden Ebenhausen zur Hälfte nieder, weil vom Schlossturm aus auf sie geschossen wurde.

Unter der Regierungszeit des Fürstbischofs Johann Philipp II. von Greiffenklau (1699-1719) wurde der südliche Teil des Schlossgebäudes errichtet. Der Baumeister war wahrscheinlich Balthasar Neumann. Der Gebäudetrakt, zweigeschossiger Bau, wurde im Barockstil errichtet.

Nach dem Auflösen des Fürstbistums Franken und er Angliederung Frankens an das Königreich Bayern im Jahre 1802 wurde auch das Amt Ebenhausen aufgelöst. Ebenhausen wurde dem Landgericht Euerdorf unterstellt. Das Schloss selbst war jetzt Eigentum der Regierung von Unterfranken. Der von der Regierung eingesetzte Administrator vollzog bis 1804 seine Verwaltungstätigkeit und wohnte im Schloss. Danach stand das Schloss leer.

In  einem Gemeindeverzeichnis von 1834 diente das Schloss als Wohnung für den Jäger Josef Haidt, der im Forstamt Ebenhausen eingesetzt war. Nach der Auflösung des Forstamtes stand das Schloss wieder leer.

Das leerstehende Schloss wurde in der Folgezeit als Baustoffquelle benutzt und noch brauchbare Fenster, Türen und sonstiges Material wurden aus dem Schloss entwendet.

Im Jahre 1847 kaufte Michael Schubert das Schloss Ebenhausen für 9000 Gulden von der Regierung von Unterfranken. Seitdem wird das Schloss als landwirtschaftliches Anwesen genutzt.

Auch der Zweite Weltkrieg ging am Ebenhäuser Schloss nicht spurlos vorbei. So erhielten die Schlossscheune und der Pferdestall auf dem Anwesen der Familie Schubert insgesamt sieben Granattreffer. Die Schäden wurden 1946 behoben, Spuren sind jedoch noch heute zu erkennen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.1264, 10.1315